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Windows: Geschichte an Verschiebungen

Die Entwicklung der Microsoft Betriebssysteme für den "professionellen" Einsatz zeichnet sich durch eine lange Reihe an Verzögerungen aus.

Die noch auf dem Betriebssystem DOS basierenden Betriebssysteme Windows 95, 98 und ME, die Ende der 90er fast im Jahrestakt auf den Markt kamen, muss man hier jedoch außen vor lassen.

Die Planungen für Windows NT 5.0 (daraus wurde später Windows 2000) begannen jedoch bereits kurz nach der Veröffentlichung von Windows NT 4.0 im Jahre 1996. Obwohl so gravierende Erweiterungen wie etwa der Verzeichnisdienst Active Directory für NT 5.0 vorgesehen waren, wurde als erster Veröffentlichungstermin bereits 1997 angegeben. Aber bereits im Mai 1997 kündigte Bill Gates an, dass NT 5.0 erst 1998 verfügbar sein würde.

Im Juni 1998 kündigte Steve Ballmer an, dass NT 5.0 Anfang 1999 auf den Markt kommen werde. Aber bereits drei Monate später meinte er, dass NT 5.0 erst in acht bis zwölf Monaten auf den Markt komme. Im Herbst desselben Jahres wurde der Name dann auch auf Windows 2000 geändert.

Am neunten Februar 1999 wurde Windows 2000 schließlich für „code complete“ erklärt, neue Features durften keine mehr hinzugefügt werden. Der ursprüngliche Launch-Termin am sechsten Oktober verging ohne Ankündigung von Microsoft. Nachdem Windows 2000 am 15ten Dezember von Microsoft für die Produktion freigegeben wurde, konnte das Unternehmen behaupten, wie angekündigt Windows 2000 noch 1999 fertig gestellt zu haben. Auf den Markt kam es aber erst im Februar 2000.

Bei Windows XP hat die Roadmap von Microsoft im Großen und Ganzen gestimmt. Bereits im Herbst 2000 wurden die ersten Beta-Version von Windows Whistler (später Windows XP) veröffentlicht. Als Release-Termin für diese Version wurde die zweite Jahreshälfte 2001 kommuniziert. Tatsächlich wurde Windows XP am 25 Oktober 2001 veröffentlicht.

Mit dem Windows Server 2003 (.NET Server) hatte Microsoft nicht so viel Glück. Dieser verspätete sich, unter anderem auf Grund massiver, sicherheitsrelevanter Codeänderungen im Rahmen der Trustworthy Computing Initiative von Microsoft, erheblich. Im Oktober 2000 hieß es, der Server wird in der zweiten Hälfte 2001 auf den Markt kommen. Im April 2001 wurde der Termin auf den Beginn 2002 verschoben und im März 2002 wurde der Termin nochmals in die zweite Hälfte 2002 verlegt. Endgültig verfügbar war der Server dann am 24 April 2003.

Auch Windows Vista (Longhorn) hat eine ähnlich turbulente Vergangenheit hinter sich. Bereits im Jahre 2000 hat sich Bill Gates dahingehend geäußert, dass der Nachfolger zu Whistler (XP) 2002 ausgeliefert werden soll. Im Rahmen der Professional Developers Conference 2001 kündigte Gates noch an, dass Longhorn (damals noch als XP mit einigen Erweiterungen definiert) 2003 auf den Markt kommen soll und dessen Nachfolger Blackcomb von 2002 auf 2005 verschoben wurde.

Im Oktober 2003 verlautbarte Gates wiederum, dass sich Longhorn bis 2005 oder 2006 verzögern könnte. Im Dezember wurde dann 2006 daraus und auch verschiedenste Features von Longhorn wurden gestrichen, um Termine halten zu können. Im Juli 2005 wurde dann aus Longhorn „Windows Vista“.

Am 22. März 2006 kündigte Microsoft nun an, dass Windows Vista für Endkunden ab Jänner 2007 verfügbar sein wird. Der Vista-Nachfolger Blackcomb wurde Anfang 2006 in „Vienna“ umbenannt und soll nun 2009 auf den Markt kommen.

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