Wildwechsel im Altacher Hirschen

Familie Kaufmann vom GH Hirschen Altach
Familie Kaufmann vom GH Hirschen Altach ©Christof Egle
 Traditionsgasthaus steht vor Generationenwechsel.
Generationswechsel GH Hirschen

 

Altach. Das Thema Gasthaussterben ist eines, dass derzeit landauf landab leider sehr akut vorhanden ist. Immer mehr alteingesessene Wirtshäuser schließen ihre Pforten. Ursache ist neben ausbleibenden Gästen, der teils überbordenden Bürokratie auch oftmals die ausbleibenden Nachfolger, wenn die bestehenden Wirtsleute sich altersbedingt in den wohlverdienten Ruhestand begeben. Dass es auch anders gehen kann zeigt sich im Altacher Hirschen. Wie lange das Gasthaus genau schon betrieben wird, ist leider urkundlich nicht belegbar, sehr wohl aber die Geschichte der derzeitigen Betreiberfamilie Kaufmann. Bereits im Mai 1957 übernahm der Großvater Alfons Ender das Haus und betrieb es bis in das Jahr 1985, ehe er es dem derzeitigen Wirt Hans Jakob Kaufmann (60) und seiner Gattin Anneliese (66) übergab. Diese initiierten 1986 auch einen groß angelegten Umbau der bis heute das Bild prägt. Nun ist aber auch für das Paar der Ruhestand nicht mehr weit entfernt und die beiden sind in der glücklichen Lage ihren Hirschen an die nächste Generation weiter zu reichen. Tochter Angelika Breuss (30) und Sohn Josef Kaufmann (26) arbeiten derzeit bereits im Betrieb mit und gemeinsam bereitet man einen fließenden Übergang vor, der dann im kommenden Frühjahr vollzogen werden soll. Breuss, die die Hotelfachschule und die Pädagogische Hochschule absolviert hat, ist verheiratet und hat eine zweijährige Tochter. Sie leitet bereits jetzt das Serviceteam und kümmert sich um das Marketing und die Kommunikation. Kaufmann Junior hat ganz klassisch eine Ausbildung zum Koch und Kellner absolviert, hat in einigen renommierten Häusern im Land, aber auch in London gearbeitet und steht derzeit noch mit seinem Vater gemeinsam in der Küche. Die offizielle Übergabe des Kochlöffels soll dann auch im Frühjahr erfolgen und der 26-jährige wird dann die Leitung der Küchenmannschaft übernehmen. Im Hintergrund sind die beiden Jungwirte aber bereits in den Planungen für die nächsten Jahre beschäftigt. Was klar ist die Klassiker der Speisekarte wird es auch in Zukunft geben, insgesamt möchte man sich aber mehr an der Zeit orientieren, die eine oder andere kulinarische Ergänzung ist bereits erfolgt, weitere sollen folgen und somit eine zeitgemäße, bürgerliche Küche geboten werden. Das Erscheinungsbild des Gasthauses soll ebenfalls durchlüftet werden, erste Vorplanungen für einen Umbau und eine Modernisierung sind ebenfalls bereits erfolgt, viel mehr will man aber noch nicht verraten. Mit der dritten Generation wird die Erfolgsgeschichte des Altacher Traditionshauses somit fortgesetzt und damit verbunden die gute Nachricht für die Stammgäste aus Altach und Umgebung: Der Hirschen wird insgesamt moderner, wird aber viel von seiner jetzigen Form bewahren und vor allem wird er auch künftig den Gästen ein bodenständiges Essen servieren. CEG

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