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Wiener Polizei-Gewalt

Ein Gruppenkommandant der Wiener Polizei soll vor versammelter Mannschaft rassistische Äußerungen gemacht haben.

Ein anonymer Anzeiger hat schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Chef der Sicherheitswache Donaustadt erhoben: Der Abteilungskommandant soll im Rahmen einer Schulung rassistische Äußerungen von sich gegeben haben. Der Generalinspektor der Wiener Sicherheitswache, Brigadier Franz Schnabl, hat den Beschuldigten umgehend von seiner Funktion abgezogen und versetzt.

Der Abteilungskommandant der Sicherheitswache Wien-Donaustadt soll einem Bericht des ORF-Radios zufolge seine Beamten sinngemäß zum Prügeln von Schwarzafrikanern aufgefordert haben. Der Ausspruch soll im Rahmen einer Abteilungsschulung gefallen sein, bestätigte ein Beamter die anonymen Vorwürfe. Eine interne Untersuchung wurde eingeleitet.

“Normalerweise halte ich nicht viel von anonymen Vorwürfen. Die Inhalte dieses Schreibens sind aber vom Inhalt her so sensibel, dass wir auf jeden Fall reagieren müssen, penibel und genau”, sagte Schnabl. Für den Fall, dass sich die Anschuldigungen bestätigen, kündigte er “strenge dienstrechtliche Konsequenzen bis hin zur definitiven Versetzung” an. Genauso gut könnten sich die Vorwürfe aber als haltlos erweisen. Auf Grund einiger „einschlägiger“ Formulierung nimmt Schnabl an, dass das anonyme Schreiben aus den Reihen der Mitarbeiter(innen) des Beschuldigten stammt. (29.9.99)

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