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Wiener Krankenanstaltenverbund wird zu Wiener Gesundheitsverbund

Das KH Nord heißt künftig Klinik Floridsdorf.
Das KH Nord heißt künftig Klinik Floridsdorf. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Der Wiener Krankenanstaltenverbund bekommt einen neuen Namen: Ab 2020 soll der Konzern "Wiener Gesundheitsverbund" heißen. Auch die Spitäler der Stadt werden künftig einheitlich bezeichnet.

Der Träger der städtischen Wiener Spitäler erhält nicht nur eine Rechtsform – sondern auch einen neuen Namen. Statt “Krankenanstaltenverbund” (KAV) wird der Konzern ab 2020 unter “Wiener Gesundheitsverbund” firmieren. Auch die Spitäler und Pflegewohnhäuser erhalten mit Ausnahme des AKH einen neuen Namen. Das Krankenhaus Nord wird etwa zur Klinik Floridsdorf.

Wiener Krankenanstaltenverbund bekommt neuen Namen

Das neue Konzept wurde am Dienstag von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), der Generaldirektorin des KAV, Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, der Grünen Gesundheitssprecherin Birgit Meinhard-Schiebel und Susanne Jonak von der Gewerkschaft Younion präsentiert. Die Bezeichnung Krankenanstaltenverbund verschwindet. Der ursprünglich angedachte Vorschlag, den KAV insgesamt in “Wien Kliniken” umzubenennen, wurde nicht in dieser Form umgesetzt.

Dieser Name kommt aber bei einem der beiden Geschäftsfelder sehr wohl zum Zug – bei den Spitälern. Die Pflegehäuser werden zur “Wien Pflege”. Als Dachmarke wurde Wiener Gesundheitsverbund gewählt, was übrigens mit “WiGev” abgekürzt werden soll. Das Aussehen des Logos steht noch nicht fest. Denn das Corporate Design der neuen Marke ist noch in Arbeit, berichtete Kölldorfer-Leitgeb.

Neue Namen: Spitäler werden einheitlich bezeichnet

Die Spitäler werden künftig jedenfalls einheitlich bezeichnet: Auf “Klinik” folgt der betreffende Bezirk. Das ist deutlich kürzer als so manche bisherige, historisch gewachsene Bezeichnung. Aus dem “Sozialmedizinischen Zentrum Süd – Kaiser-Franz-Josef-Spital mit Gottfried v. Preyer’schem Kinderspital” wird etwa die “Klinik Favoriten”. Das Wilhelminenspital heißt dann “Klinik Ottakring”, das “SMZ Ost – Donauspital” mutiert zur Klinik Donaustadt, das Otto-Wagner-Spital nennt sich in Zukunft “Klinik Penzing” und die Rudolfstiftung etwa “Klinik Landstraße”.

Das in Bau befindliche – und angesichts der Probleme bei der Errichtung schon jetzt prominente – Krankenhaus Nord verschwindet ebenfalls. Das Megaspital an der Brünner Straße ist ab 2020 die Klinik Floridsdorf. Wie Hacker eingestand, war er selbst vom Namen nie angetan: “Ich finde KH Nord grundsätzlich nicht sehr prickelnd.”

Anstatt Spitäler nach Himmelsrichtungen zu benennen, würden nun die Bezirksnamen verwendet, was besser sei. Hacker sprach von einem “echten Neustart in der Benamsung”. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Das AKH wird nicht umgetauft. Es sei international sehr bekannt, begründete der Ressortchef die Sonderregelung. Es wäre ein “Unfug”, hier eine Änderung vorzunehmen.

Die rechtliche Neuausrichtung des KAV – bzw. später des Gesundheitsverbunds – ist unterdessen noch in Umsetzung. Fix ist aber bereits, dass der Spitalsträger zu einer Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt wird. Die neue Struktur soll ebenfalls 2020 in Kraft treten. Details dazu sollen noch im ersten Halbjahr 2019 verkündet werden, hieß es heute.

Wiener Gesundheitsverbund
Wiener Gesundheitsverbund ©APA

Wiener Gesundheitsverbund: FPÖ beklagt “Etikettenschwindel”

Dass der Wiener Krankenanstaltenverbund einen neuen Namen erhält und künftig als “Gesundheitsverbund” firmiert, sorgt bei der Wiener Opposition für eher verhaltenen Applaus. Die FPÖ ortete etwa einen “Etikettenschwindel” – schließlich habe die SPÖ die Marke KAV irreparabel beschädigt und jedes Vertrauen in sie nachhaltig vernichtet, wie der blaue Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl befand.Dass die KAV-Baustellen nun unter neuem Namen “weiterwurschteln” würden, sei eine Sache – wie es dazu gekommen ist, eine andere, sagte Seidl in einer Aussendung. Die wichtigste Information fehle nämlich noch: “Die Bürger würde vielmehr interessieren, welche Rechtsform es denn am Ende des Prozesses denn wird.” Wichtig wäre auch zu wissen, ob die Führungskräfte neu ausgeschrieben oder wieder durch “Ankündigung” verlautbart werden – oder ob gar die derzeitige Führung weiterwerken dürfe.

NEOS zeigen sich vorsichtig optimistisch

ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec sprach von einer “Kindstaufe vor der Geburt”. “Rot-Grün zäumt das Pferd einmal mehr von hinten auf. Bevor notwendige und wichtige Details zur Neuorganisation und Ausgliederung des KAV bekannt werden, wird die Umbenennung präsentiert”, kritisierte sie in einer Pressemitteilung.

NEOS-Gesundheitssprecher Stefan Gara zeigte sich immerhin vorsichtig optimistisch: “Die Umstrukturierung des Wiener Krankenanstaltenverbundes, die heute in Grundzügen präsentiert wurde, entspricht in den Eckpunkten den NEOS-Forderungen.” Personal- und Finanzhoheit sowie neue Führungsstruktur mit Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind sinnvolle Maßnahmen. Neue Namen alleine würden hingegen die Probleme des KAV nicht lösen, zeigte er sich überzeugt.

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(APA/Red)

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