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Wiener Fußgänger leben gefährlich

"I wart aufs Umegeh"...in einer Studie mussten Fußgänger bei einem Zebrastreifen bis zu zwei Minuten warten, bis ein Auto stehen blieb - nur 10 Prozent der Fahrer reagierten richtig.

Nur etwas mehr als ein Zehntel der Autolenker bleibt vor einem Schutzweg stehen, um Fußgänger ungehindert die Straße queren zu lassen. Ein Drittel der Lenker ignoriert die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung und braust einfach weiter. Das ergab eine Untersuchung der Mc Wise Consulting GmbH, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

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Das Verhalten von 200 Autofahrern bei Zebrastreifen wurde im Jänner in Wien unter die Lupe genommen. In 94 Fällen (47 Prozent) warteten die Testpersonen bis zu zwei Minuten vergeblich darauf, dass ein Lenker anhielt. Sie mussten erst auf die Fahrbahn treten, um die Fahrer zum Stehenbleiben zu zwingen.
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Laut der Untersuchung waren 16 Lenker (acht Prozent) in Wien von den Fußgängern überrascht. Sie bremsten kurz, gaben aber wieder Gas als sie merkten, dass der Anhalteweg zu lang gewesen wäre, hieß es.

Nur 24 Autofahrer (zwölf Prozent) hielten sich an die Buchstaben des Gesetzes, wonach so gefahren werden muss, um nötigenfalls vor dem Schutzweg anhalten zu können. Wer sich daran nicht hält und Fußgänger gefährdet muss übrigens mit Strafen zwischen 36 und 2.180 Euro rechnen, so Mc. Wise Consulting.

Redaktion: Birgit Tayerle

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