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Wiederkehrende Freude

Evi Madlener betreut im Ferienheim Maien in Schwarzenberg rund 60 Kinder.
Evi Madlener betreut im Ferienheim Maien in Schwarzenberg rund 60 Kinder. ©VOL.AT/ Hartinger
Dornbirn - Evi Madlener kann nicht genug davon bekommen, möglichst viele glückliche Kinder zu erleben.

Ihr Herz pocht schon wieder. So wie seit 14 Jahren. Immer wenn die erste Woche der Schulferien ansteht, immer wenn es dann gleich am Montag ins Kinderferienheim nach Maien oberhalb von Schwarzenberg geht. „Eine Gänsehaut kommt dazu“, lacht Evi Mad­lener. Und sagt warum: „Es ist ewig faszinierend, die Kinder zu erleben, wenn sie am ersten Tag ins Haus kommen. Aufgeregt und neugierig. So wie ich selber.“

Der besondere Moment

Heute Montag hat der be­sondere Moment wieder Saison. 60 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren werden in jenes Haus einziehen, das in der Postkarten-Idylle des Bregenzerwaldes schon seit vielen Jahrzehnten den Kleinen und etwas Größeren die Vorzüge einer echten Sommerfrische beschert. Es ist nicht zuletzt diese Zeitlosigkeit von wahren Kinderfreuden, die auch Evi Madlener fasziniert. „Wir haben Handy- und Computerverbot. Die Kinder basteln, spielen und spaßen. So wie das Kinder immer getan haben“, schwärmt die Mutter einer Tochter und eines Sohnes.

Schöne Geschichten

Und weil sie daran immer schon Gefallen fand, kam die Dornbirnerin 1998 als Köchin nach Maien. Gekocht hat sie dort dann zwei Jahre. Danach wurde sie Heimleiterin, später wieder Köchin. Aber eigentlich hat sie im so schlichten und doch so mannigfaltigen Ferienparadies stets alles gemacht: geputzt, organisiert, gekocht und vor allem mit den Kindern gespielt. Seit zwei Jahren ist sie Verwalterin des Ferienheimes. Den direkten Kontakt zu den „Kundschaften“ sucht sie dennoch wie eh und je. „Kinder sind so dankbar. Ihre größte Freude ist, wenn man sich mit ihnen abgibt.“ Wenn Evi Madlener solche Dinge sagt, dann denkt sie immer wieder an jenen kleinen, schwerstbehinderten Buben, den man nirgends mehr nehmen wollte. Außer im Ferienheim Maien. Und sie denkt dann auch an ihren damals zweijährigen Buben Luca. „Der hat eine kleine Spielzeugschildkröte als Geschenk bekommen. Diese legte er dem behinderten Buben auf den Bauch. Der konnte dann so richtig herzhaft lachen. Später schenkte mein Sohn, der Zweijährige, dem armen Buben die Spielzeugschildkröte. Ist das nicht wunderbar?“

Traurige Geschichten

Die Geschichten, die Evi Mad­lener im Ferienheim Maien erlebte, sind aber auch traurige. „Ich vergesse nie, wie einmal Vertreter der Behörde gekommen sind und ein Geschwisterpaar einfach vom Heim weg mitnehmen wollten. Das hab’ ich nicht zugelassen. Ich hab’ die Kinder schließlich von ihrer Mutter übernommen und sah mich verpflichtet, sie dieser auch wieder wohlbehalten zurückzubringen. Das tat ich schließlich auch. Was die Behörde dann mit ihnen tat, weiß ich nicht.“ Als Verwalterin ist Madlener nicht mehr wochenlang in Maien. Sie schaut regelmäßig nach dem Rechten und wird heuer auch ihre zwei Kinder besuchen, die im dritten Turnus dort Sommerfrische machen. „Viel mehr, als sie kurz besuchen, geht dann sowieso nicht. Mütter sind für Kinder in diesem Alter ja peinlich.“ Evi Madlener lacht. So wie auch die Kinder von Maien sehr oft und sehr viel lachen.

Zur Person

Evi Madlener
Geboren: 26. Mai 1968
Familie: verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Buchhalterin
Wohnort: Dornbirn
Hobbys: Lesen, Laufen Lieblingsspeise: Tiroler Knödel
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