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Wiedereröffnung: Großer Andrang bei Vorarlberger Baumärkten

Nach wochenlangem Shutdown dürfen seit heute viele Geschäfte wieder aufmachen. Auch in Vorarlberg. Gestürmt werden insbesondere die Baumärkte, wie zwei Lokalaugenscheine von VOL.AT zeigen.
Lokalaugenschein beim BayWa Lauterach
NEU
BayWa rechnet mit großer Nachfrage
Sorgen wegen Heimwerkerunfällen

Wie von Bundeskanzler Kurz angekündigt, dürfen nach Ostern Geschäfte mit einer Fläche bis 400 Quadratmeter sowie Bau- und Gartenmärkte öffnen. Und die Vorarlberger vergeudeten keine Minute. Schon in aller Früh pünktlich zur Geschäftsöffnung bildeten sich teils lange Schlangen vor den Vorarlberger Baumärkten, die mitunter regelrecht gestürmt wurden.

Ein Ansturm mit Ansage

Lokalaugenschein bei BayWa Lauterach

BayWa hatte schon am Wochenende gegenüber VOL.AT erklärt, dass man am ersten Tag mit einer starken Nachfrage rechne, die Gartensaison sei schließlich in vollem Gange. Geschäftsführer Walter Eiben beruhigte: BayWa sei auf den Ansturm gut vorbereitet. Man habe die Vorkehrungen, wie etwa Desinfektionsständer, Schutzausrüstung, Abstandshalter und Scheiben im Markt und an den Kassen umgesetzt. "Unsere Mitarbeiter werden, wo notwendig, mit entsprechenden MN – Masken und Schutzhandschuhen ausgerüstet", so Eiben.

BayWa Lauterach - kein Parkplatz frei

Die Lage vor Ort gegen 09:30 Uhr - Foto: VOL.AT

Beim Lokalaugenschein in Lauterach zeigte sich gegen 09:30 Uhr folgendes Bild: ein völlig überfüllter Parkplatz, viele Menschen mit Schutzmasken vor dem Eingang, aber keine Warteschlangen (siehe Video und Bildergalerie).

Die Lage vor Ort gegen 09:30 Uhr - Foto: VOL.AT

Dazu gibt es so manche Neuerung, was das Betreten des Geschäfts angeht.

Ohne Wagen kein Eintritt

"Beim Eintritt in unser Geschäft muss jeder Kunde einen Einkaufswagen mitnehmen, da werden wir strikt drauf achten", erklärt BayWa-Geschäftsführer Eiben. Die Einkaufswagen seien abgezählt, damit man einen genauen Überblick darüber behalten könne, wie viele Kunden sich gerade im Geschäft aufhalten. "Ohne Wagen lassen wir niemand ins Geschäft, das werden Mitarbeiter von uns direkt am Eingang überwachen", verdeutlicht der BayWa-Geschäftsführer.

Es gebe zudem interne Vorsichtsmaßnahmen bei Teambesetzung, Pausen und der laufenden Zusammenarbeit. "Wir werden auch einfache Masken für unsere Kunden zur Verfügung haben – aber das ist inzwischen ein beschränktes Gut", erklärt er. Deshalb hoffe man, dass viele Kunden bereits eigene Masken besitzen oder den vorgeschriebenen Mundschutz selbst und eigenverantwortlich mit einem Tuch oder Schal sicherstellen können.

Bauhaus Bregenz ebenfalls bestens besucht

Großer Ansturm auch beim Bauhaus Bregenz, wie der VOL.AT-Reporter vor Ort berichtet. Auch hier gegen 10:00 Uhr vormittags ein knallvoller Parkplatz. Aber keine Warteschlange vor dem Eingang.

Lage im OBI Markt Rankweil

Und das ist die Lage zu Mittag im OBI Markt in Rankweil im Bezirk Feldkirch. Man kommt nur mit dem Einkaufswagen herein, berichtet VOL.AT-Reporter Medi.

Verletzungsgefahr für Handwerker ist hoch

Durch das Aufsperren der Baumärkte in Österreich befürchtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) einen Anstieg der Heimwerkunfälle. Weil viele den Garten, das Haus oder die Wohnung wieder auf Vordermann bringen wollen, kann es zu Verletzungen kommen. Unter normalen Bedingungen passieren pro Jahr 14.000 solche Unfälle, die im Spital behandelt werden müssen. Schon jetzt berichten Ärzte aus mehreren Krankenhäusern in Österreich von besonders schweren Unfällen, wie ein Rundruf des KFV ergab. Ein Drittel der Verletzungen, die durch Unfälle beim Heimwerken entstanden sind, sind Schnitt-, Säge- und Stichverletzungen entstehen häufig bei Arbeiten mit Motorsäge, Flex, Messer, Hobelmaschine, Nägel oder Kreissäge. 

(VOL.AT) (APA)

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