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Wieder Sonntagsdemo und Lichtermeer in Ems

Die Demonstranten legten sich als Ausdruck der darniederliegenden Demokratie auf den Boden.
Die Demonstranten legten sich als Ausdruck der darniederliegenden Demokratie auf den Boden. ©TF
Auch der Collini-Gründer war ein Wirtschftaflüchtling. Heute ist Collini mit rund 500 Mitarbeitern der wichtigste Arbeitgeber in Hohenems. 
Sonntagsdemo auf dem Salomon-Sulzer-Platz

Hohenems. Bei der Kundgebung am vergangenen Sonntag, zu der wiederum mehrere hundert Menschen auf den Salomon-Sulzer-Platz gekommen waren, kündigte Demo-Initiator Klaus Begle eine weitere Protestaktion am kommenden Sonntag um 10.30 Uhr und für Sonntag, den 23. Dezember, um 17 Uhr ein „Lichtermeer“ auf dem Emser Schlossplatz an.

 

Die musikalische Einleitung der bereits fünften Protestaktion für ein menschliches Fremden- und Asylrecht besorgten Rockprofessor Reinhold Bilgeri sowie die „Schellinskis“ Bernie Weber und Walter Schuler. Dann schilderte die Psychotherapeutin Kerstin Vogg als positives Beispiel, wie 2010 durch eine Initiative in Röthis die Abschiebung einer kosovarischen Familie verhindert werden konnte. Diese Regierung schüre Angst vor dem Fremden – allen voran Innenminister Kickl – und gehe so auf Stimmenfang, so Vogg weiter, die es als einfaches aber gefährliches Rezept sah, alle Probleme auf die Zuwanderung zu schieben.

 

Gerade die sei wichtig (und immer schon wichtig gewesen) zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs, rechnete der Unternehmer Johannes Collini vor. Auch sein Urgroßvater sei vor 120 Jahren ein Wirtschaftsflüchtling aus dem Trentino gewesen – und heute sei Collini mit rund 500 Mitarbeitern der wichtigste Arbeitgeber in Hohenems. „Wir haben genug von denen, die sich als Beschützer im Kampf gegen das Fremde verkaufen, die ihre Angst, ihren Rassismus, Hass, ihre Paranoia und ihre Undankbarkeit gegenüber dem Leben verbreiten“, meinte die Friedensforscherin Julia Felder, Leiterin von inkontra.

Jawid Sabit, ein junger Flüchtling aus Afghanistan, schilderte seine Fluchtgründe, seinen Bildungsweg in Österreich (Ablegen der Berufsreifeprüfung) und beschrieb sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in mehreren Projekten, etwa bei der Feuerwehr und im Sportverein. Und schließlich forderte die Schauspielerin und Clownfrau Elke Maria Riedmann Kirchenvertreter zu mehr Engagement auf: „Kirchenasyl wird vom Staat nicht angetastet!“ Sie schlug zudem den gedanklichen Bogen zur weihnachtlichen Herbergssuche und sang dann mit den Anwesenden „Kling, Glöcklein. klingelinggeling“, ehe sich die Demonstranten als Ausdruck des Protests gegen das Darniederliegen von Menschlichkeit und damit auch der Demokratie auf den Boden legten.

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