Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wie es Franz Joseph I. und Sisi mit dem Rauchen hielten

Frastanz - Wie es Kaiser Franz Joseph I. und seine Frau Sisi (im Film: Sissi) mit dem Rauchen hielten - das zeigt die Sonderausstellung „Tabak bei Hof“ in Frastanz bei Feldkirch von 6. bis 21. Oktober.

Zu bestaunen gibt es 80 Stück der kaiserlichen Tabakutensilien, darunter Bilder, Pfeifen, Zigarrenspitze und Schnupftabakdosen. Geboten werden auch Führungen, in denen über die Gepflogenheiten im Umgang mit dem „blauen Dunst“ am Kaiserhof berichtet wird.

Die 80 Exponate sind Leihgaben aus der Sammlung von „Austria Tabak“, die normalerweise in Schloss Schönbrunn aufbewahrt werden. Ausgestellt wird auch eine längst erloschene Zigarre, die angeblich aus dem Mund von Franz Joseph stammt. Eine DNA-Analyse fehlt aber bisher. Kuratiert wird die Ausstellung in Frastanz von Sabine Fellner und Georg Thiel.

Um dem Tabakgenuss am österreichischen Kaiserhof ranken sich unzählige Anekdoten. So soll Franz Joseph I. auf Bahnfahrten mit seinem Generaladjudanten Graf Paar jeweils mit der Dampflok um die Wette geraucht haben. Leibkammerdiener Ketterl hat das in seinen Erinnerungen so beschrieben: „Saß aber der Kaiser mit dem Grafen Paar allein im Coupe, so beschränkte sich die Unterhaltung beider auf das Entwickeln ungeheurer Rauchwolken, so dass manchmal durch den dicken Tabakqualm kaum mehr Kaiser und Generaladjudant zu unterscheiden waren.“

Der nicht als Lebemann aufgefallene Kaiser habe aber auch die für seine Untertanen erschwinglichen Virginier und Regalia Media Zigarren geraucht, die im Volksmund deshalb „die Kaiserlichen“ genannt wurden. Die teuren und exklusiven Havannazigarren hat er sich laut Fellner und Thiel von seiner langjährigen Freundin, der Burgschauspielerin Katharina Schratt, schenken lassen.

Vom strengen Rauchverbot für Damen nicht beirren ließ sich Kaiserin Sisi. „Es ist belegt, dass die sportliche Sisi beim Kutschieren auf dem Kutschbock geraucht hat“, sagt Fellner. „Das hat dem damaligen Polizeiminister Kempen überhaupt nicht gepasst, weil es ein Tabubruch war. Er hat die Begebenheit despektierlich in seinem Tagebuch vermerkt.“ Die Kunde von der rauchenden Königin ging sogar über die Staatsgrenzen hinaus bis an den englischen Hof, wo sich Queen Viktoria über Sisis heimliches Laster echauffierte.

Die kaiserlichen Rauchaccessoires ergänzen bis 21. Oktober die Dauerausstellung im Rathaus Frastanz, das seit 2002 eine Tabakausstellung beherbergt. Darin wird neben der überregionalen vor allem die lokale Tabakgeschichte dokumentiert. Im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert war der Tabakanbau neben der Viehzucht in Frastanz ein Haupterwerbszweig. „Tabacco die Frastanza“ war damals weit über die Grenzen Vorarlbergs hinaus bekannt.

Öffnungszeiten der Sonderausstellung
„Tabak bei Hof“
Samstag, 6. Oktober: 18.00 bis 1.00 Uhr
Montag-Freitag: 8.00 bis 12.00 Uhr
Sonntag: 14.00 bis 17.00 Uhr
Anfragen für Führungen unter 05522/51534-0)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Frastanz
  • Wie es Franz Joseph I. und Sisi mit dem Rauchen hielten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen