Wie die Jugend auch für das Leben lernt

Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen der MS Lustenauerstraße lernten sich beim Workshop in der OJAD besser kennen und hatten dabei viel Spaß.
Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen der MS Lustenauerstraße lernten sich beim Workshop in der OJAD besser kennen und hatten dabei viel Spaß. ©OJAD
 In der OJAD wurden die Tage des Kennenlernens wieder eifrig genutzt.
OJAD Tage des Kennenlernens

 

Dornbirn. Gute Umgangsformen und ein faires Miteinander fallen oft erst dann auf, wenn sie fehlen. Die Mitarbeitenden der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (OJAD) wissen natürlich, wie wichtig die Rücksichtnahme und gegenseitige Achtung im täglichen Umgang sind. Deshalb sind sie darauf bedacht, dass Kinder und Jugendliche bereits früh die sozialen Kontakte im wirklichen Leben, abseits von Insta & Co. praktizieren und auch lernen, offen aufeinander zuzugehen. Damit das in einer neuen Klasse, an einer neuen Schule von Anfang an konfliktfrei gelingen kann, bietet die OJAD jeweils zu Beginn eines Schuljahres die Tage des Kennenlernens an. Kooperationspartner des Jugendhauses sind unterschiedliche Schulen – dazu gehören die Polytechnische Schule Dornbirn, das BRG Schoren, die Landesberufsschule 1 oder die Mittelschule Lustenauerstraße. Schüler von neun Klassen nahmen an den Workshops in der OJAD, die seit mehreren Jahren angeboten werden, teil. Praktisch finden sie freilich die Begleitung durch ihre Lehrer und die Abhaltung des Alternativprogramms anstelle des regulären Unterrichts.

Worauf es ankommt

„Um ein Gefühl für Fairness in der Gemeinschaft zu vermitteln, bedarf es gruppendynamischer Methoden“ bekräftigen die erfahrenen Jugendsozialarbeiterinnen der OJAD. Dass es Strategien zur Konfliktlösung gibt – auch klassenübergreifend – lernten neulich an die 50 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Lustenauerstraße. Angeregt wurde die Exkursion zur OJAD von der Pädagogin Claudia Deiring. Sie bezeichnet den Tag des Kennenlernens für die ersten Klassen ihrer Schule als vollen Erfolg.

„Die Kids haben sich in der OJAD wohlgefühlt und den Vormittag genutzt, sich neu kennenzulernen und dabei Spaß zu haben“, ist die Lehrerin überzeugt. Sie findet das auch im Hinblick darauf wichtig, dass in der Offenen Jugendarbeit eine professionelle Lernbegleitung während des ganzen Schuljahres angeboten wird. „Wir haben den Kindern auch unser Haus mit dem Freizeitangebot näher gebracht. Hier halten wir außerdem Workshops für Graffiti oder Tanz ab, es können Klassen- und Schulpartys gefeiert werden und beim Tischfußball kann man sich mit den Besten messen“, macht Andrea Braun, Leiterin der Denkbar Lernbegleitung, nicht nur auf das Lernen in ungezwungener Atmosphäre Lust. „Das Vertrauen zwischen der Schule als Lernort einerseits und der OJAD als Experten der jugendlichen Lebenswelt andererseits konnte erneut gestärkt werden“, freut sich OJAD-Mitarbeiterin Martina Nachbaur. Nicht umsonst wird die Offene Jugendarbeit neben dem Elternhaus und der Schule als dritter und wichtiger Ort für den Nachwuchs bezeichnet.

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