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Werberat rügt zwei Vorarlberger Unternehmen

Auch Kraftstoff wurde kritisiert.
Auch Kraftstoff wurde kritisiert. ©VN
Hefel Technik und Kraftstoff-Bikes wurden wegen angeblich sexistischer Werbung kritisiert.

Auch wenn das Land wesentlich drängendere Probleme zu haben scheint, so kann man sich natürlich auch leidenschaftlich über angebliche oder tatsächliche sexistische Werbung aufregen und das dann gleich zur Anzeige bringen. Grund für die überschaubare Aufregung im heurigen Frühjahr und Sommer waren Anzeigenschaltungen bzw. Inserate von zwei Unternehmen aus Dornbirn, die wegen ihrer Art der Werbung vom österreichischen Werberat in Wien nach einer diesbezüglichen Anzeige eine Rüge kassierten. Konkret geht es um die Hefel Hubert GmbH (Hefel Technik) und den Fahrradhersteller Kraftstoff Bike + Sport GmbH & Co KG.

“Rein sexualisierte Funktion”

Bei Hefel Technik beanstandeten die Werberäte unter Bezug auf den Ethikkodex, dass „das beanstandete Sujet ein Liebespaar in freizügiger und eindeutiger Pose darstellt. Die Köpfe befinden sich außerhalb des für den Betrachter sichtbaren Bildausschnittes, der Fokus ist klar auf die leicht bekleidete Dame gerichtet. Die beiden Personen stehen in keinem inhaltlichen Zusammenhang zu dem beworbenen Produkt und fungieren daher in rein sexualisierter Funktion als Blickfang, was gemäß dem Ethikkodex der Österreichischen Werbewirtschaft zu unterlassen ist (Blickfang-Werbung).“

Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage

Und bei der Werbung von Kraftstoff-Bikes wird kritisiert, dass „die Printanzeige einen jungen Mann (in diesem Fall offenkundig als Jesus Christus zu interpretieren) sowie eine ebenfalls junge, sehr spärlich bekleidete Dame zeigt. Die „biblische“ und sexualisierte Inszenierung der Protagonisten steht in keinem Zusammenhang zu dem beworbenen Produkt und wird als klassische „Blickfangwerbung“ beurteilt. Weiterführend wird durch die Pose der weiblichen Person, die dem jungen Mann die Füße wäscht, die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage gestellt. Das Werbesujet wird ebenso kritisch hinsichtlich der Verletzung von religiösen Gefühlen bewertet. Vor allem die im Katalog gezeigte Kombination von eindeutig zuordenbaren Szenen aus dem Leidensweg Christi kombiniert mit knapp bekleideten Damen könnte die Gefühle von gläubigen Christen verletzten, zumal die leicht bekleideten Frauen mit dem beworbenen Produkt in keinerlei Zusammenhang bestehen.“

Und so forderte der Werberat die beiden Vorarlberger Unternehmen im März beziehungsweise im Juli 2015 auf, die diesbezüglichen Kampagnen sofort zu stoppen oder die Sujets auszuwechseln. Zum Teil sind die Unternehmen den Anregungen gefolgt. (WPA)

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