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Wenn sich ein Psychotherapeut auf die Spuren der Kunst macht

Steinkünstler Martin Mittendorfer
Steinkünstler Martin Mittendorfer ©Bandi Koeck
Frastanz/Rankweil. (BK) Er widmet sich seit Jahren der ganzheitlichen Psychotherapie fürErwachsene, Paare und Gruppen. Seit geraumer Zeit hat sich Martin Mittendorfer zudem der angewandten Kunst verschrieben.
Aus dem Leben von Martin Mittendorfer

Menschen aus der Heimat: Martin Mittendorfer

Seiner täglichen Arbeit als Psychotherapeut geht er nach wie vor mit Leidenschaft nach. Im Angebot des Doktors sind die Methoden Pesso-Therapie und Bioenergetik. Er bietet zudem Intensiv-Workshops, Seminare und Supervisionen an.

Seine Vita liest sich wie das Drehbuch eines spannenden Filmes: Nach dem Studium von Germanistik und Publizistik an der Uni Salzburg folgte in den Jahren 1974 bis 1980 das Studium der Psychologie und Psychopathologie inklusive Doktorat. „Die Doktorarbeit in Germanistik brach ich ab und folgte einer inneren Berufung zum Psychologiestudium, das ich mit einer Dissertation über ‚Pränatale Psychologie’ abschloss“, berichtet er von einer Entscheidung, die er bis zum heutigen Tag für die richtige hält. Neben unzähligen Berufserfahrungen außerhalb seines Studiums – hier reicht die Liste von Arbeiten in der Schwerindustrie, Kanalräumung, im Handel und Verkauf, der Gastronomie, beim Theater, der Post bis zum Buschauffeur und Reiseleiter – sammelte er vielfältige Erfahrungen bei der Betreuung von milieugeschädigten Kindern, schwerstbehinderten Menschen bei der Lebenshilfe oder bei Geburtsvorbereitungskursen am ifs in Bludenz. Martin Mittendorfer zog es mit 29 Jahren ins Ländle. Von 1982 bis 1986 war er Leiter der ifs-Beratungsstelle in Bludenz. Heute arbeitet er schon fast 35 Jahre für das Institut für Sozialdienste.

Neben so viel psychotherapeutischer Arbeit war die Suche nach einem Ausgleich vorprogrammiert. Mittendorfer weiß: „Kunst ist Therapie ist Kunst“, und dass beides viel miteinander zu tun hat und sich gegenseitig befruchtet. Auf die Frage, was ihn zur Bildhauerei geführt habe, entgegnet der Künstler: „Der schöpferische Prozess ist Ausdruck eines uralten menschlichen Bedürfnisses nach Fruchtbarkeit, Selbstausdruck und Transzendenz. Von Stein war ich seit meiner Jugend fasziniert. Stein ist ein Organismus, der sich in unendlich langen Zeiträumen bewegt, entfaltet und wieder erstirbt.“ Wie in der Therapiearbeit ermögliche auch die Kunst Gestaltung, brauche Ausdauer und sei zugleich sinnvoll und befriedigend.

Für die Gemeinschaftsausstellung „EVOLUTION“ mit Ceramic-Art-Künstler Ewald Hotz, mit dem Mittendorfer viele Stunden gemeinsam im Atelier zugebracht hat und welche noch bis zum 3. 1. 2016 in der Villa Falkenhorst in Thüringen (immer sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet) zu besuchen ist, hat sich Mittendorfer selbst übertroffen. Das Echo der über 160 Vernissagebesucher reichte von hochinteressant bis faszinierend.

Neben seiner täglichen Arbeit am ifs und den Neuschöpfungen in seiner Kunst würden ihn seine Familie, Kinder und Enkelkinder, Freunde, aber auch Musik, Humor, Zeit und sinnvolles Tun glücklich machen. Traurig und wütend hingegen mache ihn Unrecht, Gewalt, Besserwisserei, Sturheit und Unversöhnlichkeit. Und was ist das Ziel, das Martin Mittendorfer verfolgt? „Rundum gesund und beweglich zu bleiben, weiterhin ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen, sowie ein paar gute Spuren auf dieser Welt zu hinterlassen“ ist seine wie immer ausführliche und tiefgründige Antwort.

ZUR PERSON

Dr. Martin Mittendorfer

Geboren am 18. 9. 1951

Geburtsort: Gmunden/O.Ö.

Wohnort: Rankweil (ehemals Frastanz-Fellengatter)

Verheiratet in 2. Ehe, 4 Kinder, 3 Enkel

Lieblingsmusiker: Anouar Brahem

Lebensmotto: “Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünschst, getan zu haben, das tue  jetzt.” (Erasmus von Rotterdam)

Kontakt: martin.mittendorfer@tele2.at

 

Website: www.koerpertherapie-vorarlberg.at

 

 

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