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Wenn Kinder weglaufen

Frastanz - Auch wenn es bei uns keine Kinder gibt, die seit Längerem vermisst gemeldet oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind, laufen immer wieder Kinder und Jugendliche von zu Hause weg. VOL Live sprach mit Psychiater Reinhard Haller über die Hintergründe.
Reinhard Haller im Gespräch mit VOL Live

Die Gründe, warum Kinder und Jugendliche vermisst werden, sind unterschiedlich. Zum einen gibt es die Ausreißer, die glauben, es in ihren Familien und der Schule nicht mehr aushalten zu können. Sie wollen nur noch weg. Bleibt eine Suche nach ihnen erfolglos, wissen die Eltern oft über Jahre nicht, wo ihre Kinder sind und wie es ihnen geht.

“Manchmal ist es schlicht Abenteuerlust und manchmal ist es aber auch so, dass die Umstände zu Hause so sind, dass die Kinder sich dort nicht mehr geborgen und daheim fühlen und dass sie dann gleichsam sagen, ich laufe jetzt weg, bitte holt mich zurück, aber nicht mehr in das alte Elend, sondern in ein besseres Zuhause,” erklärt Haller einen möglichen psychologischen Hintergrund.

Haller: “Zu wenig an Zuwendung, Emotion und Zeit für unsere Kinder”

Die Gratwanderung zwischen dem Schutz und ebenso auch Schutzbedürfnis des Kindes gegenüber der benötigten Freiheit und Selbstständigkeit in der Entwicklung ist äußerst schmal. Kindern wird immer weniger die Möglichkeit eingeräumt, Kind sein zu dürfen. Kinder sollen zur größtmöglichen Selbstständigkeit hin erzogen werden und gleichzeitig ein möglichst ausgeprägtes Selbstbewusstsein haben. Dies kann jedoch bei zu großem Druck schnell zu einer Überforderung werden.

Doch auch Zeit und Kommunikation mit den Kindern spielen eine Rolle, wenn Kinder weglaufen. “Ein großes Problem ist generell, dass wir für unsere Kinder zu wenig an Zuwendung, Emotion und Zeit haben. Und das Zeitproblem ist glaube ich das Entscheidende. Dadurch kennt man das Kind viel schlechter und fühlt es sich nicht ernst genommen”, weiß Haller.

Warum Kinder weglaufen - Reinhard Haller über die Hintergründe:

(VOL Live)

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