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Wenn die Schulglocke wieder täglich läutet

Tipps und Anregungen für einen guten Schulstart
Tipps und Anregungen für einen guten Schulstart ©BillionPhotos.com - stock.adobe.com
Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, der Schulbeginn steht quasi vor der Türe. Nach neun Wochen Pause ist es aber oft gar nicht so einfach, wieder im Schulalltag anzukommen.

Dabei ist nicht nur der Nachwuchs gefordert, vielmehr gilt es für die ganze Familie sich neuen Herausforderungen zu stellen, den (wieder) geregelten Alltag in Angriff zu nehmen und die vielfältigen Anforderungen gemeinsam zu meistern.

Experten (Rat auf Draht, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, AUVA, unter anderem auch Psychotherapeutin Sabine Fleisch) geben in den folgenden Ausführungen Tipps und Anregungen rund um einen gelingenden Schulstart – im Sinne von Körper, Geist und Seele.

Körper

Gesunder Schlafrhythmus Schon einige Tage vor dem Schulstart sollte sich das Kind daran gewöhnen, am Morgen nicht zu lange zu schlafen. Entspannung am Abend hilft leichter einzuschlafen. Bis spät in der Nacht mit dem Handy oder Computer zu spielen, zu chatten oder fernzusehen, regt die Gehirnaktivität an und kann das Einschlafen erschweren.

Nahrhafte Jause Generell: Das Frühstück ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten Schultag; Frühstücksverweigerer sollten zumindest ein Glas Milch, Kakao, verdünnten Saft oder Tee trinken. Wird am Morgen nur eine Kleinigkeit gegessen, sollte die Jause größer ausfallen – die Vormittagsmahlzeit besteht idealerweise aus einer Getränke-, Getreide-, Obst-, Gemüse- und Milchkomponente. Hier einige Vorschläge: Neben Wasser eignen sich ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees; koffeinhaltige Getränke sowie Energydrinks sind nicht geeignet. Vollkornbrot, Müsli oder andere Cerealien (gerade hier auf den Zucker- und Fettgehalt achten) decken die Getreidekomponente ab. Beim Obst gilt: saisonal und regional bevorzugen; Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz schmecken meist auch Obstmuffeln. Joghurt, Käse, Frisch- oder Hüttenkäse oder Topfen gleichen den Milchbedarf aus.

Bewegter Schulweg Einige Male gemeinsam mit Mama oder Papa vorab zur Schule zu gehen bzw. zu fahren, gibt dem Kind Sicherheit. So kann zum Beispiel das Verhalten am Schulweg bei gefährlichen Stellen geübt werden. Auch bietet die aks gesundheit mit ihren Aktionen „Schoolwalker“ und „Kinderzügle“ wertvolle Angebote, die es dem Nachwuchs erleichtert, sich per pedes auf den Weg zu machen: So werden Sozialkontakte gepflegt, das Selbstvertrauen positiv beeinflusst, die Kreativität gefördert und gleichzeitig die körperliche Fitness getrimmt und das Immunsystem gestärkt.

Gepolsterte Schultasche Bei einer Schultasche mit 15 Liter Innenvolumen sollte das Leergewicht maximal 1,2 kg betragen, die Tragegurte sollten zumindest 4 cm breit, ausreichend gepolstert sowie einfach zu verstellen sein; der ideale Sitz ist, wenn die Oberkante des Ranzens auf Höhe der Schultern abschließt. Die Schultasche wird idealerweise am Vorabend gepackt und nur mit den wirklich benötigten Utensilien befüllt – Schweres gehört unten bzw. rückennah verstaut.

Geist

Wiederholen des Stoffes Die letzten Ferientage sollten dazu genutzt werden, sich wieder auf die verschiedenen Gegenstände vorzubereiten. Wer die wichtigsten Schwerpunkte des vergangenen Schuljahres wiederholt, hat einen besseren Start ins neue Schuljahr und verhindert, gleich am Anfang den Anschluss zu verlieren oder sich überfordert zu fühlen.

Gemeinsame Besorgungen Der Schulbeginn ist die Zeit der Besorgungen und auch der richtige Zeitpunkt für eine gründliche Bestandsaufnahme. Dazu zählen nicht nur Hefte, Stifte und andere Schulmaterialien, sondern auch Kleidung, Schuhe und dergleichen. Besorgen Sie rechtzeitig vor Schulbeginn alles Notwendige und beziehen Sie Ihr Kind in den Vorbereitungsprozess mit ein.

Rechtzeitig aufstehen Passen Sie den Tagesablauf wieder an das Schulleben an. Achten Sie darauf, wie viel Schlaf Ihr Kind wirklich braucht, um in der Früh ausgeschlafen zu sein, und planen Sie ausreichend Zeit für den Morgen ein. Optimal ist ein gemeinsames Frühstück, bei dem der Tagesablauf besprochen werden kann.

Ideale Vorbereitung Schulanfänger, aber auch ältere Kinder, brauchen die Mithilfe eines Erwachsenen. Besprechen Sie am Abend gemeinsam den nächsten Tag und unterstützen Sie am Anfang beim Packen der Schultasche. Oft sind Checklisten hilfreich, anhand derer man überprüft, ob alles da ist. Das Abhaken dieser Listen bringt Sicherheit und Ordnung ins Schulleben.

Gute Lernbedingungen Eine gute Lernumgebung ist wichtig und unterstützt die Kinder beim Lernen. Am Ende der ­Ferien sollte der Schreibtisch bereit und aufgeräumt sein. Ausreichend Platz und Licht sind für das Erledigen der Hausübungen essenziell. Der Tisch sollte nicht mit anderen Dingen, die ablenken und zum Spielen verleiten, beladen sein.

Schulkalender führen Hängen Sie einen Kalender auf, auf dem alle wichtigen Termine des Schuljahrs wie Klassenfahrten, Schularbeiten und mehr eingetragen sind. So können Sie Ihr Kind rechtzeitig erinnern und sind auf dem Laufenden, was in der Schule ansteht.

Seele

Schrittweise Umstellung Gerade für Tafelklässler bedeutet es die größte Umstellung, einen Teil ihrer flexiblen Spielezeit zugunsten schulischer Pflichten aufzugeben und eine Leistungshaltung zu entwickeln. Zudem wird von ihnen verlangt, ihren spontanen Bewegungsdrang zu kontrollieren und sich sozial in eine neue Gruppe einzugliedern. Durch die Tatsache Noten zu bekommen, brauchen Kinder ein gewisses Frustrationsvermögen. Deshalb ist es gerade bei dieser Altersgruppe wichtig, Zeit für die neuen Entwicklungsschritte zu geben.

Gelebter Rhythmus Ein konstanter Rhythmus, was Lernzeit und Freizeit anlangt, hat sich als sinnvoll erwiesen und erspart so manch nervenraubende Diskussion. In aller Regel bewährt sich die Einteilung in „Zuerst die Arbeit, dann das Spiel“, da es dadurch ausreichend Puffer gibt, selbst wenn die Hausaufgaben einmal mehr als üblich sind, oder deren Bewältigung länger als geplant dauert.

Entspannte Pausen Geben Sie in den Auszeiten Möglichkeit, sich wirklich zu entspannen. Handy, Laptop und andere Medien dienen bestenfalls zur Ablenkung, keinesfalls jedoch machen sie den Kopf frei. Proaktive Pausen bestehen zum Beispiel darin, sich körperlich zu betätigen, zu musizieren, kreativ zu sein oder eine Entspannungsübung zu machen. Oft genügen wenige Minuten, um neue Energie zu tanken. Unter dem Motto „Weniger ist mehr“: Halten Sie unverplante Stunden im Kalender offen, um Raum für Spontanität zu haben.

Motivierendes Lob Loben Sie Ihr Kind für seinen Einsatz und dafür, was es gut kann. Erfolgserlebnisse schaffen oft erst die Motivation, sich auch Aufgaben zu stellen, die herausfordernd und schwierig sind. Ermutigen Sie Ihr Kind von der Schule zu erzählen, zeigen Sie Interesse an seiner Lebenswelt und fördern Sie die Neugierde daran, Neues zu lernen und zu entdecken.

Durchdachte Wertigkeit Setzen Sie die Erwartungen nicht zu hoch an, und haben Sie getrost auch „den Mut zur Lücke“. Mit einer Portion Gelassenheit und Vertrauen bekommt das Thema Schule jenen Stellenwert, der ihm auch zusteht. Sie ist eine wichtige Säule im Leben von Kindern und Jugendlichen, aber eben nicht die einzige.

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