Weniger Wirte, weniger Konsum - Stagnierende Zahlen bei Mohren

Dornbirn - 2014 war für Vorarlbergs Brauereien ein schwieriges Jahr. Der Verkauf geht allgemein zurück, immer mehr Gaststätten schließen. Die Mohrenbrauerei reagiert darauf mit neuen Kreationen und der Betonung von Qualität. Das Ziel: Bier den Stellenwert von Wein zu verleihen.
Mohren hofft auf Bierkultur

Ein schwacher Sommer, ein verspäteter Saisonstart im Winter und der Preisdruck durch die Aktionen der Einzelhändler setzten die Vorarlberger Brauereien 2014 unter Druck. Der Vorarlberger Biermarkt ist im vergangenen Jahr um 0,05 Prozent geschrumpft, auch bei Limonaden und Wein musste die Mohrenbrauerei Rückgänge hinnehmen. Den relativen Marktanteil und die Marktführerschaft konnte man zwar im Handel um 0,6 Prozent ausbauen, unterm Strich bleibt der Mohrenbrauerei beim Bierabsatz nur eine scharze Null.

Düstere Aussichten

Die Zukunftsaussichten bleiben düster, wenn man Mohrenbrauerei-Geschäftsführer Heinz Huber glaubt. Immer mehr Gaststätten schließen, der Trend gehe vor allem in der Gastronomie immer mehr zu selbstgemischten sauren Radlern. Alkoholfreies Bier wachse zwar, sei aber mit geringen Verkaufsmengen und hohen Investitionen verbunden. Eine Expansion scheitere an den etablierten Biermarken im Umland. Den Brauereien fallen also immer mehr Kunden weg, während die verbliebenen immer weniger Bier brauchen würden. Immerhin die Rohstoffpreise seien stabil, aufgrund anderer Kostensteigerungen müsse man jedoch die Preise um zwei Prozent erhöhen.

Mohren baut auf Bierkultur

Die Mohrenbrauerei hofft, diesen Trend entgegenwirken zu können. Das Ziel: Bier sollte die gleiche Entwicklung erleben wie dazumal Wein. Dazu brauche man ein Vollsortiment und qualifiziertes Personal, ist Huber überzeugt. Ein Schritt in diese Richtung war die Creativbrauerei, die auch als Kleinbrauerei genutzt wird. Hier entsteht in Kleinproduktion auch das Mohren Pale Ale, mit dem neue Kundenkreise für den Bierkonsum gewonnen werden sollen.

Blick auf Gastronomen

Umkämpft sind vor allem die Gastronomen. Bisher 27 Mitarbeiter wurden zu Biersommeliers ausgebildet, darunter der gesamte Verkauf. Für die Gastronomen wurde ein Serviceratgeber rund um das Bier erstellt. Mit dem darin enthaltenen Wissen und der Unterstützung durch die Biersommeliers soll eine neue Bierkultur etabliert werden – und die Mohrenbrauerei für die Gastronomie ein attraktiverer Partner werden.

 

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