Wenig finanzieller Spielraum in Weiler

Die finanzielle Lage in Weiler bleibt weiterhin angespannt
Die finanzielle Lage in Weiler bleibt weiterhin angespannt ©Michael Mäser
Nach einem etwas zurückhaltenden Budget im vergangenen Jahr bleibt die finanzielle Lage in der Gemeinde Weiler auch für 2022 angespannt.

Weiler. Dabei steigt die Gesamtsumme des Finanzierungshaushaltes trotz der noch immer schwierigen Situation gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Prozent auf über 10 Millionen Euro. Auch wichtige Investitionen sind im Haushalt der Gemeinde Weiler für das laufende Jahr vorgesehen und sollen umgesetzt werden. 

Wichtige Investitionen vorgesehen

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen in diesem Jahr von 4,2 auf 4,4 Millionen Euro leicht angestiegen. Verantwortlich dafür unter anderem das Projekt des Mehrgenerationenhauses, dessen Baustart für das laufende Jahr vorgesehen ist und daher die erste Hälfte der Gesamtkosten von rund 2,3 Millionen Euro im laufenden Haushalt budgetiert sind. Weitere 2,1 Millionen Euro werden für den Kauf der Arztpraxis sowie der Räumlichkeiten für den Krankenpflegeverein in der Dorfmitte aufgewendet. Rund 200.000 Euro wurden für die Adaptierung und Einrichtung des ehemaligen Arzthauses zum Gemeindeamt angesetzt und der Anteil für den nächsten Abschnitt der Wasserversorgung beläuft sich auf 400.000 Euro. In weiterer Folge sind 200.000 Euro für die Abwasserbeseitigung vorgesehen und ergänzend zu den unterirdischen Rohrverlegungen sind auch Straßensanierungen und ein erster Beitrag für die Radwegschnellverbindung in Höhe von 150.000 Euro nötig. 

Landesabgaben und Personalkosten angestiegen

Einen großen Posten bei den Ausgaben stellen auch in diesem Jahr wiederum die Abgaben an den Sozialfonds und Gesundheitsfonds sowie die Landesumlage dar. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht angestiegen und belasten den Gemeindehaushalt für das Jahr 2022 insgesamt mit mehr als 1,4 Millionen Euro. Aufgrund der üblichen Gehaltsanpassungen und pensionsbedingter Nachbesetzungen sind auch die Personalkosten in der Gemeinde angestiegen und neben Instandhaltungsarbeiten schlagen sich auch die Ausgaben für die Fortführung des REK/REP ebenso zu Buche wie diverse Beiträge für die verschiedenen Schulen.

Zuwächse bei den eigenen Steuern 

Einnahmenseitig sind zur Finanzierung des Haushaltes neben den Beiträgen des Landes auch bereits zugeflossene Verkaufserlöse für die Dorfmitte, sowie weitere Erlöse aus einem Grundverkauf vorgesehen. Dazu werden für das laufende Jahr Zuwächse bei den eigenen Steuern erwartet und mit über einer Million Euro beziffert. Im Rahmen des Finanzpaketes des Bundes für die Gemeinden steigen auch die Ertragsanteile auf über 2,2 Millionen Euro an und auch die Einnahmen aus den Gebühren zeigen sich von den wirtschaftlichen Turbulenzen unbeeindruckt und wurden in ähnlicher Höhe wie in den Vorjahren angesetzt.

Keine Zustimmung von der Liste Wir für Weiler

„Die finanzielle Lage der Gemeinde laut dem vorliegenden Voranschlag lässt weiterhin wenig Spielraum zu“, zeigt Bürgermeister Dietmar Summer auf, dass die Finanzierungsmöglichkeit für kostenintensive Projekte aktuell mehr als fraglich erscheinen. Zur Deckung des aktuellen Haushaltes ist dazu auch eine Darlehensaufnahme in Höhe von 2,9 Millionen Euro nötig. Damit steigt der Gesamtschuldenstand auf über 6,6 Millionen Euro, was einer Pro-Kopfverschuldung von 3.315,92 Euro entspricht. Unter anderem aufgrund dieser Tatsache fand das vorliegende Budget für 2022 bei der Liste Wir für Weiler keine Zustimmung. „Der Voranschlag 2022 geht auf Kosten der Nachhaltigkeit, der Zukunftsorientierung und Generationengerechtigkeit. Klimarelevante Themen werden erst gar nicht aufgegriffen“, so Listenvorsitzende Mechtild Bawart. MIMA

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