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Weitere Normalisierung in Vorarlberg

Auf Hochtouren gingen in allen von der Unwetterkatastrophe betroffenen Vorarlberger Gemeinden die Aufräumarbeiten am Donnerstag weiter. Immer deutlicher wurde das Ausmaß der angerichteten Schäden.

Allein im hochrangigen Straßennetz in Vorarlberg rechnet die Asfinag mit drei bis vier Millionen Euro, die ÖBB mit vier bis fünf Millionen Euro. In der Gemeinde Lech geht man von einem Schaden von zig Millionen Euro aus.

Dort waren in der Nacht 16 große Hotels betroffen, unter anderem war die Verbindungsstraße nach Zürs weggespült und die Trinkwasserleitung auf einer Länge von 1,5 km zerstört worden. Donnerstagvormittag konnten die ersten 1.000 Urlauber, die zwei Tage lang festgesessen sind, in Polizeibegleitung ins Tal fahren. Weitere Touristen folgten später, als die sonst für den Allgemeinverkehr noch gesperrte Zufahrt zwischendurch mehrmals für diesen Zweck freigegeben wurde.

Noch mehrere Wochen auf dem Landweg nicht erreichbar sein wird Gargellen im Montafon. Die Straße ist auf einer Länge von vier Kilometer zerstört. Das Bergdorf muss über eine Luftbrücke versorgt werden. Weitgehend entspannt hatte sich am Donnerstag die Verkehrssituation im Walgau, während im hinteren Bregenzerwald die massiven Behinderungen noch andauerten. Das Bundesheer stand in den betroffenen Gebieten mit mehreren hundert Mann im Einsatz. Zur Unterbringung der Soldaten stellte das Rote Kreuz Zelte zur Verfügung.

Dem für diese Jahreszeit normalen Zustand näherten sich auch wieder die Stauseen der Vorarlberger Illwerke und Vorarlberger Kraftwerke. An der Beseitigung der Verklausungen der Speicher Andelsbuch und Alberschwende wurde mit Hochdruck gearbeitet. Die Flüsse in Vorarlberg führten aber auch am Donnerstag noch zum Teil beträchtliche Wassermengen. Die Stromversorgung wurde von rund 200 Mitarbeitern der beiden Energiegesellschafter in allen Landesteilen gesichert, zum Teil waren wegen den Schäden aber noch immer Notstromgeräte im Einsatz.

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