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Weiler weiterhin vor herausfordernder Situation

Die finanzielle Lage der Gemeinde Weiler lässt weiterhin wenig Spielraum zu
Die finanzielle Lage der Gemeinde Weiler lässt weiterhin wenig Spielraum zu ©Michael Mäser
Die finanzielle Lage der Gemeinde lässt weiterhin wenig Spielraum zu.

Weiler. Die aktuellen Teuerungen treffen auch die Gemeindeausgaben und so wurde auch der Voranschlag für Weiler für das laufende Jahr wiederum vorsichtig angesetzt. Investitionen werden dazu kritisch geprüft und allenfalls auf das Machbare reduziert.

Verschiedene Investitionen geplant

Mit rund 8,25 Millionen Euro liegt die Gesamtsumme des Finanzierungshaushaltes um 1,8 Millionen Euro unter dem Betrag von 2022. Trotzdem sind auch für das laufende Jahr verschiedene Investitionen geplant und so wurden rund 1,18 Millionen Euro in den Bau der Kleinkindbetreuung veranschlagt. Zusätzlich dazu sollen Investitionen in die Verkehrsberuhigung, das Straßen- und Wegekonzept und die Radschnellverbindung getätigt werden. Im Bauhof steht ein Austausch des in die Jahre gekommenen Kommunalfahrzeugs an und auch für die Nachnutzung des alten Gemeindeamtes in der Walgaustraße 1 wurde ein Planungsansatz aufgenommen. Dauerläufer bei den Investitionen sind die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, wofür im Voranschlag 2023 rund 360.000 Euro angesetzt sind.

Ertragsanteile sollen deutlich zunehmen

Auf der Einnahmenseite sollen sich dazu die eigenen Gemeindeabgaben, insbesondere die Kommunalsteuer wieder auf das Niveau von 2019 erholen und laut Prognose des Bundes werden die Erträge aus den Ertragsanteilen sogar deutlich zunehmen und den höchsten Stand der letzten Jahre erreichen. „Leider wirken sich die Teuerungen zwar positiv auf der Einnahmeseite, aber zu einem stärkeren Maß bei den laufenden Ausgaben aus“, so Bürgermeister Dietmar Summer. Sei dies bei den Energiekosten, bei den Personalaufwänden, den Finanzierungskosten, aber auch bei den Aufwendungen für Sozialfonds.

Deutliche Steigerung beim Finanzaufwand 

Die Auswirkungen der allgemeinen Teuerungswelle spürt die Gemeinde daneben aber auch noch im Verwaltungs- und Betriebsaufwand (Stichwort Energie) sowie im sonstigen Sachaufwand. Die deutlichste Steigerung gegenüber 2022 weist allerdings der Finanzaufwand auf. Wurden 2022 noch 33.000 Euro veranschlagt, sind dies für 2023 über 214.000 Euro. Dies führt auch für das Jahr 2023 zu einer herausfordernden Situation und der geplante Schuldenstand erhöht sich per Jahresende auf 5,58 Millionen Euro. „Die finanzielle Lage der Gemeinde laut dem vorliegenden Voranschlag lässt daher weiterhin wenig Spielraum zu, doch werden wir bei allen Vorhaben auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis schauen und versuchen, möglichst nachhaltig und überlegt zu agieren“, so Bürgermeister Summer. 

Zustimmung der Opposition

Auch für die kommenden Jahre werden der Gemeinde Weiler die Anforderungen nicht ausgehen und es stehen weitere kostenintensive Projekte auf der Agenda – die Finanzierungsmöglichkeit erscheint derzeit allerdings mehr als fraglich. Der laufende Voranschlag der Gemeinde Weiler wurde jedenfalls auch mit der Zustimmung der Opposition beschlossen. „Die Liste Wir für Weiler hat zwar dem Voranschlag zugestimmt, aber es ist bei weitem nicht alles eitel Wonne. Gerade wenn man sich den hohen Schuldenstand ansieht und mit einem Minus in das neue Budgetjahr geht“, so Listenvorsitzende Mechtild Bawart. MIMA 

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