„Weil jeder Mensch gleich wichtig ist“

Die Teilnehmer der 12. Schülerfachtagung zeigten sich begeistert vom Rassismus-Projekt der
Die Teilnehmer der 12. Schülerfachtagung zeigten sich begeistert vom Rassismus-Projekt der ©cth
Die 12. Schülerfachtagung in Dornbirn bot viel Raum für Diskussion.
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Dornbirn. Kürzlich trafen sich über 100 Klassensprecherinnen und -sprecher der Oberstufen zur bereits traditionellen Schülerfachtagung im Dornbirner Kulturhaus. Dieses Jahr standen die Themen „Mehr Schuldemokratie!“ und „Rassismus“ im Mittelpunkt. Aufbauend zum jährlichen Klassensprechertreffen werden die Klassenvertreter dabei durch Anleitung von Experten in speziellen Workshops befähigt, sich in ihrer Klasse und im Schulalltag einzubringen. „Die Inhalte der Fachtagung stärken, unterstützen und fördern die Schülerinnen und Schüler in ihrer Rolle als Klassensprecher“, erklärte Jugendkoordinator Elmar Luger die Ziele dieser Veranstaltung. Erfahrungsaustausch und Vernetzung sind jedes Jahr wichtiger Bestandteil dieser Tagung. Besonders stolz zeigt sich Luger auch über die enge Kooperation zwischen den Schulen, der Jugendarbeit und der Stadt Dornbirn: „Diese funktioniert seit vielen Jahren beispielhaft.“

Drei Workshops für die Fachtagung 2022

Heuer widmeten sich die Jugendlichen bei drei Workshops den Themen „Herausfordernde Situationen in der Klasse – Tipps und Tricks in der Kommunikation“, „Was macht ein guter Unterricht aus?“ und „Rassismus – Wertschätzung – Chancengleichheit“. Letzteres bot auch Einblick in das Projekt „Kein Platz für Rassismus!“, das vom Verein „jugendornbirn“ ins Leben gerufen und bei der Fachtagung ausführlich vorgestellt wurde.

Eine Studie, in der knapp 700 Dornbirner Jugendliche befragt wurden, ergab, dass sich junge Menschen ein gutes Miteinander, das durch Respekt, Wertschätzung und Gleichberechtigung geprägt ist, wünschen. Der stadtnahe Verein „jugendornbirn – meine Stimme zählt“ gab diesem Anliegen eine Stimme und installierte in Anlehnung an die Demokratie-Aktion der „AWO Bayern“ und „Dein Werk, Heinsberg“ zehn Sitzbänke, unter anderem mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus“ im öffentlichen Raum. Die Bänke wurden von der Holzwerkstatt der Dornbirner Jugendwerkstätten, einem sozialen Unternehmen für arbeitslose Jugendliche, unter fachkundiger Anleitung produziert.

Im Oktober 2021 wurde die Aktion erstmals vorgestellt, hat sich inzwischen weiterentwickelt und zieht Kreise. 30 Schülerinnen und Schüler der PTS Dornbirn gestalteten unter professioneller Anleitung ein Video, das im Laufe des Frühsommers veröffentlicht wird.

Dass auch den Teilnehmern bei der 12. Schülerfachtagung ein respektvoller Umgang und ein gutes Miteinander wichtig sind, machten diese bei spannenden Diskussionen und Wortmeldungen deutlich. Demonstrativ nahmen sie am Ende der Veranstaltung auf einer „Anti-Rassismus-Bank“, die im Kulturhaus-Foyer aufgestellt wurde, Platz.

Mitmach-Fotoaktion auf Social Media

Mit den Bänken wurde auch eine Fotoaktion zum Mitmachen initiiert. Jeder kann auf der Bank Platz nehmen und das Foto auf Instagram oder Facebook @jugendornbirn #jugendornbirn #keinplatzfürrassismus posten beziehungsweise es per DirectMessage @jugendornbirn oder an jugend@dornbirn.at übersenden. (cth)


VN-Heimat Umfrage: Wie ist dein Resümee der Schülerfachtagung?

David Drndelic, 16 Jahre, HTL Dornbirn:
Ich fand die Veranstaltung sehr informativ und habe viele wertvolle Tipps erhalten, vor allem auch zum Umgang mit Rassismus und wie ich mit Problemen umgehen kann.

Viktorija Idzanovic, 14 Jahre, HTL Dornbirn:
Mir hat die Tagung sehr gut gefallen und ich fand die Themen sehr spannend. Ich halte das Projekt mit den Bänken für eine ganz wichtige Aktion, die ich nur unterstützen kann.

Lena Röser, 15 Jahre, Sportgymnasium Dornbirn:
Wir haben viele gute Tipps, wie man Probleme lösen kann, erhalten und ich war begeistert von den Vortragenden und den guten Gesprächen untereinander.

Matej Grkovic, 16 Jahre, HTL Dornbirn:
Ich fand den Austausch mit den anderen Klassensprechern super und, dass wir heute wirklich wichtige Themen besprechen konnten, die wir auch in der Schule umsetzen werden.

 

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