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Weil es nur eine Erde gibt

Monika Forster und Andreas Bertel präsentierten Fakten, aber auch Lösungsansätze.
Monika Forster und Andreas Bertel präsentierten Fakten, aber auch Lösungsansätze. ©Elke Kager Meyer
Gemeinsam gegen die Folgen des Klimawandels – auch Gemeinden sind gefragt
Workshop Nenzing

Zwölf Kilometer sind zwischen der Erde und der Leere des Weltalls. „Ein verletzliches System“, machten Monika Forster und Andreas Bertel bei einem Workshop des Vorarlberger Energieinstituts in Nenzing bewusst. Das e5-Team der Marktgemeinde hatte Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Förster eingeladen, gemeinsam mögliche Handlungsfelder in der Gemeinde zu definieren. Denn eines lässt sich nicht mehr leugnen: Der Klimawandel wird zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der Temperaturanstieg lässt Gletscher schmelzen, es gibt vermehrt Trockenperioden und Naturkatastrophen. So haben die Messstationen in Bregenz und Feldkirch im Vergleich zu 1880 einen Temperaturanstieg um fast zwei Grad registriert, auch die Wassertemperatur des Bodensees steigt kontinuierlich.

Mehr Hitze – weniger Schnee

„Ohne zusätzliche Klimaschutz-Maßnahmen im globalen Maßstab zeigen Klimamodelle für Vorarlberg beispielsweise in fünf bis acht Jahrzehnten einen deutlichen Anstieg der Temperatur um vier Grad, mehr Hitzetage, weniger Frosttage, eine längere Vegetationsperiode, die Zunahme starker Niederschläge von Herbst bis Frühling und ein langsamer Trend der Zunahme von Niederschlägen im Winterhalbjahr und der Abnahme im Sommerhalbjahr, wobei der Anteil von Schneefall weiter abnehmen wird“, präsentierten die beiden Referenten die vom Land Vorarlberg veröffentlichten Zahlen. Und auch wenn beispielsweise Folgen, wie eine längere Vegetationsperiode durchaus positiv ausgelegt werden könne, gelte es doch auch zu bedenken, wie sich der Klimawandel dann etwa auf Schädlinge auswirke.

Chance nutzen

„Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt und gleichzeitig die letzte, die etwas dagegen tun kann“, zitierten Monika Forster und Andreas Bertel den früheren amerikanischen Präsidenten Barack Obama, dass es höchste Zeit dafür ist, Gegenstrategien zu entwickeln. Und zwar jeder und jede einzelne von uns. „Wir müssen gleichzeitig Maßnahmen setzen, um den CO2-Ausstoß zu verringern – momentan haben wir noch nicht einmal den Stillstand geschafft – und andererseits Maßnahmen treffen, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.“ Es gehe nicht um Schwarzmalerei, sondern um Fakten, betonte Monika Forster. „Noch nie in der Geschichte der Menschheit ist eine klimatische Veränderung so schnell vorangegangen, wie wir sie momentan erleben.“ Der Workshop wurde auch dafür genutzt, um Ideen für Nenzing zu entwickeln: Sehr vieles passiere in der Marktgemeinde schon, nannte Bürgermeister Florian Kasseroler die Aktivitäten als e5-Gemeinde, das Projekt „Nenzing blüht“, der gemeinsam mit Frastanz umgesetzte Naturlehrpfad oder Energieberatungen für Häuslebauer als Beispiele. Zusätzliche Idee, wie Schattenbäume oder Trinkbrunnen im öffentlichen Raum oder nicht versiegelte Bodenbeläge sollen künftig bei baulichen Maßnahmen verstärkt mit bedacht werden. 

 

 

 

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