Weber in Sibirien in "heißer" Olympiaphase

Schwarzach - Nur einen Tag nach der Angelobung und Verabschiedung des Teams durch den Bundespräsidenten in Wien saß Caroline Weber schon wieder im Flieger nach Russland.

Mit dem Weltcup im sibirischen Irkutsk beginnt für die 22-jährige Rhythmische Gymnastin sowie Trainerin Lucia Egermann die “heiße” Phase vor den Olympischen Spielen in Peking, obwohl Weber bei den Spielen in China erst am 21./22. August und damit als eine der letzten Österreicherinnen am Start sein wird.

Die in Wien lebende und trainierende Vorarlbergerin ist nach Elisabeth Bergmann (1988), sowie Birgit Schielin und Nina Taborsky (1996) die vierte rot-weiß-rote Gymnastin bei Olympia. Der 29-fachen Staatsmeisterin ist jetzt schon die beste Platzierung einer ÖFT-Einzelgymnastin bei Olympia gewiss, weil es in Peking nur noch 24 Einzelstartplätze gibt. Bisher war Schielins 24. Platz in Atlanta 1996 das beste Ergebnis gewesen.

Weber strebt aber in Peking eine Platzierung zwischen 15 und 20 an. “Vier fehlerfreie Küren müssten dafür reichen. Alles dahinter würde mich enttäuschen”, gab sich die Dornbirnerin zuversichtlich. Dafür hat sie nicht nur zuletzt in Wien intensiv trainiert, sondern wird nach der Rückkehr von der Olympia-Generalprobe in Russland (“Dort werden zumindest die meisten Europäerinnen am Start sein, die auch bei Olympia turnen”) auch noch einige Tage zu Hause in Vorarlberg üben.

Dort wird Weber am 2. August auch nochmals offiziell verabschiedet, ehe es trotz des späten Olympia-Starts schon am 6. August nach Peking geht. “Ich will mir die Eröffnung und den Einmarsch mit dem Team keinesfalls entgehen lassen”, erklärte die WM-14. von 2007 im Mehrkampf, die erst vergangenen Juni in Turin als Zwölfte für das beste EM-Ergebnis einer Österreicherin aller Zeiten gesorgt hat.

Bevor es in Peking “ernst” wird, akklimatisiert sich Weber aber noch neun Tage bis zum 19. August im offiziellen ÖOC-Trainingslager in Hongkong. Sie weiß schon, dass sie in Peking am ersten Tag Seil und Reifen turnen und erst am zweiten Tag mit Keule und Ball “jonglieren” wird. “Das taugt mir, denn die Keule ist mein Lieblingsgerät”, so Weber. “Ich weiß zwar nicht, wie die anderen drauf sein werden. Aber ich will beim Höhepunkt meiner Sportkarriere den Wettkampf meines Lebens turnen.”

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