Wasser marsch, Schröcken ist versorgt

Im Rahmen der Eröffnung konnte auch die Quellfassung „am Stein“ besichtigt werden.
Im Rahmen der Eröffnung konnte auch die Quellfassung „am Stein“ besichtigt werden.
Erweiterung der Trinkwasserversorgung einschließlich Kleinkraftwerk offiziell in Betrieb.

Schröcken (stp) In der Hochsaison wurde es für die Wasserversorgung in der Gemeinde Schröcken seit Jahren regelmäßig „eng“, auf Neßlegg gab es einen de facto Baustopp, weil die Quellen gerade ausreichten, bestehende Objekte zu versorgen – und als eine Hangrutschung im Unwetterjahr 2005 beinahe die Hauptquelle „Schlößle“ zerstört hätte, klingelten die Alarmglocken: „Wir müssen die Wasserversorgung im Interesse einer langfristigen Entwicklung auf eine sichere Basis stellen“, wurde in der Gemeindestube die Devise mit höchster Dringlichlichkeit ausgegeben.

Umfangreiches Konzept

„Uns war klar“, so Bürgermeister Herbert Schwarzmann, „dass es nicht damit getan ist, eine zusätzliche Quelle zu fassen und ins Netz einzuspeisen.“ Vielmehr galt es, auch die bestehende Wasserversorgung grundlegend zu sanieren und zu verbessern. Allein dafür mussten insgesamt 1,2 Millionen Euro aufgewendet werden. Hinzu kamen rund 230.000 Euro für die Verbindungsleitung nach Neßlegg, um dort Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Weitere 1,3 Millionen Euro mussten in die Erschließung der „Quelle am Stein“ samt Trinkwasserkraftwerk investiert werden, sodass das Gesamtprojekt einen Kostenrahmen von 2,73 Millionen Euro erreichte.

Schwierige Quellfindung

Als zusätzliche Quelle hatte das Land zunächst „Schiedla“ favorisiert, doch diese erfüllte nicht alle Kriterien. Ebenso wurde die Variante Unterauenfeld als nicht zielführend verworfen und schließlich wurde beschlossen, die „Quelle am Stein“, ebenfalls im Auenfeld, zu prüfen. Zwei Jahre lang wurden dann unter Mithilfe der Skilifte Schröcken Messungen durchgeführt, um die Quellschüttung und Wasserqualität abzuklären. Das Ergebnis war überzeugend – eine hervorragende Wasserqualität und eine Mindestschüttung von zehn Litern pro Sekunde waren klare Argumente, die „Quelle am Stein“ zu nutzen. Es folgten Gespräche mit den Grundeigentümern – vor allem mit der Familie Moosmann auf der Alpe Batzen, auf deren Gebiet auch die Quellfassung erfolgte – ehe im Frühjahr 2013 mit dem Bau begonnen werden konnte.

Abwasser „dazugelegt“

Insgesamt mussten im Zuge des Projekts 4,5 Kilometer Leitungen – einschließlich der Verbindungsleitung Schmitte – Neßlegg und der Anbindung Körbersee-Hotel verlegt werden. Dabei wurde die Gelegenheit genützt, auch eine Abwasserleitung aus dem Auenfeld nach Schröcken zu verlegen. Auf der Alpe Batzen wurde ein Übergabebauwerk errichtet. Größtes Hochbauprojekt war jedoch das Trinkwasserkraftwerk, das jährlich rund 200.000 kWh Strom erzeugt.

Festakt beim Kraftwerk

Bei diesem Kraftwerk fand der Festakt zur offiziellen Inbetriebnahme des Projekts statt. Bürgermeister Herbert Schwarzmann erläuterte das Bauvorhaben und dankte den am Bau beteiligten Firmen sowie dem Land für die finanzielle Unterstützung. Der Familie Moosmann und den weiteren Grundeigentümern dankte der Gemeindechef für die konstruktive Zusammenarbeit. Pater Dacius nahm die kirchliche Segnung vor.

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