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Was hat der Vorderwald mit Paris zu tun?

Auch das Reparaturcafé spielte eine Rolle beim Klimaexperiment.
Auch das Reparaturcafé spielte eine Rolle beim Klimaexperiment. ©Gemeinde
Mit einem Klimaexperiment versuchten Vorderwälder die Pariser Klimaziele zu erreichen.
Klimaexperiment

Vier Wochen lang ausprobieren, was die Weltpolitik in Paris beschlossen hat: Im Frühjahr 2019 haben 14 Vorderwälder Haushalte versucht, den in Paris von der Staatengemeinschaft beschlossenen Klimazielen möglichst nah zu kommen. Auch Riefensberger waren am Experiment „Paris –Vorderwald“ beteiligt und haben einen Monat lang versucht, ihren Alltag möglichst klimafreundlich zu gestalten.

Dafür ließen die Teilnehmer das Auto stehen, stiegen auf Rad und Bus um, testeten E-Bikes, Elektroautos und Carsharing-Modelle, kochten mit Gemüsekiste und regionalem Fleischpaket, tauschten Leuchtmittel in effiziente Leuchtmittel, ließen sich beraten zu ökologischen Themen, versuchten möglichst plastikfrei zu leben und ließen kaputte Dinge im Reparaturcafé richten. Um die Treibhausgasemissionen der Haushalte zu messen, wurde eine App auf Grundlage der Methode „Ein guter Tag hat 100 Punkte“ entwickelt und verwendet. Die 100 Punkte repräsentieren das Treibhausgasbudget, das jeder Mensch pro Tag nach den Pariser Klimazielen verursachen darf. Am Ende der vier Wochen erreichten die Teilnehmer einen Schnitt von 138 Punkten.

Forderungen erarbeitet

Viele Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass es im Vorderwald mit Kindern ohne Auto kaum zu schaffen ist. Weiteres Hindernis: Der Einkauf biologischer und regionaler Lebensmittel mit dem Fahrrad oder zu Fuß im heimischen Dorfladen ist oft mangels Angebot nicht möglich. Aus ihren Erfahrungen haben die Teilnehmer politische Empfehlungen formuliert, die sie für das Erreichen der Pariser Klimaziele im ländlichen Raum als notwendig erachten. Darunter finden sich Forderungen wie eine aufkommensneutrale CO2-Steuer, genauso wie der Ausbau der Radwege und des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) im Vorderwald.

Gemeinsame Petition

Vor kurzem überreichten die Bürgermeister des Vorderen Bregenzerwaldes eine Petition für verkehrsberuhigte Ortszentren und verbesserte Radinfrastruktur im Landhaus. Das Potential ist ein großes: Mit E-Bikes wird der Bregenzerwald stärker denn je auch für Alltagsradverkehr attraktiv – ob zur Schule, zum Fußballtraining oder in die Arbeit, bereits 9,3 Prozent der Wege im Bregenzerwald werden geradelt – Tendenz steigend. Die nächsten gemeinsam geplanten Schritte betreffen die Findung einer radtauglichen Anbindung des Vorderwalds an das Rheintal und die Überarbeitung des Radroutenkonzepts im Vorderwald. Die Errichtung von Radverkehrsanlagen entlang aller stark befahrenen Landesstraßen findet dabei ebenfalls Eingang.

 

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