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Warum man kleine Fische nicht mit der Hand fangen kann

Ein kleiner Fisch kann in einem Sekundenbruchteil auf das Zehnfache der Erdbeschleunigung beschleunigen und entkommen.
Ein kleiner Fisch kann in einem Sekundenbruchteil auf das Zehnfache der Erdbeschleunigung beschleunigen und entkommen. ©AP
Um ihren Feinden inklusive Kinderhänden zu entkommen, setzen kleine Fische auf den sogenannten C-Start: Sie krümmen sich zu einem "C" und katapultieren sich weg.

Nun haben Forscher der ETH Zürich diese Fluchtmethode erstmals mit einem Supercomputer analysiert.

Ein kleiner Fisch kann in einem Sekundenbruchteil auf das Zehnfache der Erdbeschleunigung beschleunigen und entkommen. Dazu krümmt er sich mit der ganzen Muskulatur c-förmig und schleudert sich aus der Gefahrenzone. Nun hat das Team um den ETH-Forscher Petros Koumoutsakos diese Methode mit dem Supercomputer “Monte Rosa” am Swiss Center for Scientific Computing in Lugano durchgerechnet.

Enormer Turbo: Kleine Fische beschleunigen sich selbst

Mit Hilfe von Computermodellen, die auf den Grundlagen der Evolutionsbiologie basieren, reproduzierten die Forscher das Fluchtverhalten von simulierten Zebrafisch-Larven. Es zeigte sich, dass der C-Start tatsächlich die größte Distanz zwischen Beute und Jäger bringt. Es ist allerdings energetisch ineffizient – was dem Fisch auf der Flucht jedoch egal ist.

Außerdem erkannten die Forscher, wie clever die Fische für ihre Beschleunigung die Hydrodynamik nutzen. Sie setzten nicht nur die Flossen, sondern ihre gesamte Muskulatur für den C-Start ein. So verdrängen sie viel größere Massen an Wasser und beschleunigen sich selbst, wie die Forscher im Fachblatt “Journal of Fluid Mechanics” berichteten.

Das Interesse an dieser Arbeit sei mehr als akademisch, betonten die Forscher. So könnten aktuelle Fragen, etwa bezüglich der Form- und Bewegungsoptimierung von Wind- und Wasserkraftwerken, durch Inspirationen aus der Natur gelöst werden.

(APA)

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