Warum die Polizei bei der Corona-Demo in Bregenz nicht eingriff

Rund 5.000 Personen demonstrierten am Sonntag in Bregenz. Warum die Polizei zwar vor Ort war, aber nicht eingriff, erklärt Horst Spitzhofer.
Tausende bei Demo in Bregenz
Corona-Demo in Bregenz

Sonntagmittag versammelten sich rund 5.000 Personen in Bregenz, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.

Sowohl bei der Demonstration als auch bei der Kundgebung am Hafen war laut der Polizei kein Einschreiten nötig - obwohl die Maskenpflicht weitgehend missachtet wurde. "Aufgrund der Verhältnismäßigkeit erfolgte diesbezüglich kein unmittelbarer polizeilicher Einsatz", heißt es vonseiten der Polizei Vorarlberg.

Die Demonstration am Sonntag in Bregenz. Bild: VOL.AT/Vlach

Veranstalter wird in Pflicht genommen

"Mit hundert Leuten kann man nicht 5.000 Leute kontrollieren - ganz einfach", erklärt Polizeisprecher Horst Spitzhofer gegenüber VOL.AT. "Wie es bei den nächsten Demos sein wird, wird jetzt intern abgeklärt." Es sei zu erwarten, dass sich die Leute auch bei den nächsten Demonstrationen nicht daran halten. Ganz ungestraft kommen die Corona-Kritiker jedoch nicht davon: "Selbstverständlich wird aber der Veranstalter in die Pflicht genommen", verdeutlicht der Polizeisprecher gegenüber VOL.AT. Dieser habe Auflage, dass die Ordner auf die Einhaltung zu achten haben.

Die Polizei war mit 100 Mann vor Ort. Bild: VOL.AT/Vlach

Bei Corona-Demonstrationen und -Kundgebungen in Wien und Salzburg am Wochenende wurde sehr wohl kontrolliert. Verstöße wurden auch geahndet. Hier seien höchstwahrscheinlich mehr Beamte im Einsatz gewesen, meint Spitzhofer. Wie es dort genau abgelaufen sei und warum man dort anders als in Vorarlberg durchgegriffen habe, sei nicht bekannt.

"Provozieren ganz bewusst"

Unter den Demonstrierenden waren auch Personen, die mit Judenstern, Vermummung und Co. auffielen. Auch hier erfolgte aufgrund der Verhältnismäßigkeit kein Eingreifen vor Ort. "Die provozieren ganz bewusst damit, in der Hoffnung, dass man sie herausholt", gibt Spitzhofer zu verstehen. "Und dann gibt es einen Riesenwirbel. Da warten schon andere darauf, dass die Polizei eingreift." Um eine solche Eskalation zu vermeiden, schritt die Polizei nicht ein.

(VOL.AT)

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