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Wandel erzeugt auch Verunsicherung

Kas Kiwanis Jugend Camp fand dieses Jahr in Dornbirn-Ebnit statt.
Kas Kiwanis Jugend Camp fand dieses Jahr in Dornbirn-Ebnit statt. ©Edith Rhomberg
 Bernd Schenk referierte über eine sich rasant verändernde Welt und die digitale Transformation. 
Jugend Camp

 

Dornbirn. Der digitale Wandel macht vor dem Bergdorf Ebnit nicht Halt. Was aber hat die digitale Transformation in der idyllischen Welt der Berge zu tun? Zunächst war es Bernd Schenk, Dozent an der Universität Liechtenstein, der am vergangenen Samstag im Gasthaus Alpenrose die Verbindung zu der beschleunigten neuen Welt da draußen herstellte. Anlass für seinen in Englisch präsentierten Vortrag war das von Kiwanis organisierte Internationale Jugend Camp, zu dem 17 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern ins Ebnit gekommen waren. Bernd Schenk, selbst Kiwanier im Dornbirner Club seit 2012, machte in seinen Ausführungen deutlich, dass es nicht nur die Arbeitswelt ist, die von den neuen Technologien betroffen ist und dass der technologische Wandel durchaus Unsicherheit erzeugt. „Was vielen Menschen Angst macht, ist vor allem die steigende Geschwindigkeit des Wandels“, gab Bernd Schenk zu bedenken. „Der Mensch war in der Evolution lange Zeit auf Flucht angewiesen, daher ist das Angstzentrum in unserem Gehirn entsprechend groß ausgebildet“, erklärte der Vortragende.

Veränderungen und Neuerungen finden aber nicht nur statt, sie sind radikal und verdrängen, ja ersetzen, bisherige technische Errungenschaften. Am Beispiel der Musikindustrie verdeutlichte Bernd Schenk die Entwicklung von der CD zum MP3- Spieler und führte aus, dass das klassische Modell des Verkaufs von Tonträgern über Ladengeschäfte kaum mehr vorhanden ist. Die meisten von uns sind in der Lage, jederzeit Musik online zu kaufen und unmittelbar auf dem eigenen Gerät zu hören. Aber warum kaufen, wenn ich mir etwas leihen kann? Besitz ist nun nicht mehr die Voraussetzung zur Konsumation von Gütern, wie beispielsweise eines Musikstücks.

Die spannenden Ausführungen gaben auch Einblick in einen technisch anspruchsvollen Bereich der Industrie, wo ein 3D-Drucker ein Gebäude von bis zu 80 Metern Höhe mit Beton als Druckmedium bauen kann. Neue Fertigungsmethoden werden den Menschen als Arbeitskraft zum Teil ersetzen und etwa auch den Beruf des klassischen Zahntechnikers obsolet machen. Dennoch lautete eine Empfehlung des Experten, sich dem Wandel nicht zu verschließen, sondern da, wo es möglich ist, ihn aktiv mitzugestalten.

Das Jugend Camp

Bei den jugendlichen Zuhörern kam der Vortrag, der schon fast das Ende ihrer abwechslungsreichen Woche darstellte, sehr gut an. „Ich finde mich darin ein bisschen wieder“, sagte Jan Pfiffner, 17, aus Zürich. Ilonka-Christina Löhmer, Präsidentin KC Appenzell und Leiterin des Jugendcamps, bedankte sich bei Günther Thurnher, Distrikt Governor Kiwanis Österreich, dafür, dass das Camp in Dornbirn Ebnit stattfinden konnte. Sie stellte den viel versprechenden Programmmix für eine Woche zusammen. Seminare, Kultur, Sport, Spiel und Spaß waren die Bestandteile. Der Charity-Gedanke wurde in einer Aufräumaktion in der Rappenlochschlucht in die Praxis umgesetzt. Achtlos weggeworfenes Zeug wurde von den im Sportheim Ebnit wohnenden Jugendlichen eingesammelt. Ein Empfang im Dornbirner Rathaus stand ebenso auf dem Plan wie ein Besuch der Oper Carmen bei den Bregenzer Festspielen.

Was nimmst du von dieser Woche mit?

„Es ist der Charity-Gedanke, der mich zum Nachdenken anregt. Das heutige Referat hat mich sehr angesprochen. Ich habe keine Angst vor dem digitalen Wandel aber ich finde es gut so, wie es jetzt ist. Die Woche hat mir auch für Englisch viel gebracht.“ Jan Pfiffner, 17, Zürich.

„Die ganze Gruppe war toll. Ich habe von meinen Freundinnen und einer Lehrerin von diesem Camp erfahren. Von den Seminaren und Trainings habe ich profitiert, auch vom Sport. Die Oper Carmen war toll, Jan hat mir immer erzählt, was gerade passiert.“ Anna Engel, 17, Ungarn.

„Es ist die tollste Ferienerfahrung, die ich machen konnte. Die Trainings waren das, was mir am meisten brachte. Ich lernte dabei viel Neues. Ich wünsche mir, dass die Kontakte weiterhin bestehen. Künftig möchte ich in Europa oder Amerika studieren.“ Mete Hergül, 16, Ankara.

 

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