Walpurgisnacht: Was hinter dem Brauchtum steckt

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Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Die Walpurgisnacht steht an. VOL.AT sprach mit Energetikerin Susanne Macierzynski über die Hintergründe und darüber, warum der Begriff Hexe für sie nichts Negatives ist.
Besuch bei Energetikerin Susanne
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Vom 30. April auf den 1. Mai findet die Walpurgisnacht statt. Sie wird auch Beltane oder Hexennacht genannt. Ein "kleines Hexle" gibt es in Nüziders. So wird Energetikerin Susanne Macierzynski von Freunden und Familie genannt. "Für mich hat das nichts Negatives, im Gegenteil", meint sie zu dem Begriff. Eine Hexe helfe anderen und mache somit etwas Positives, erklärt sie gegenüber VOL.AT. "Die Frauen, die man verfolgt hat, haben Menschen eigentlich geholfen, nur war es halt nicht so geduldet", meint sie.

Aberglaube und Schutzheilige

Laut der Legende sollen sich Hexen zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg treffen und mit dem Teufel vereinigen, "quasi vermählen", erklärt Susanne. "Dann sind die Menschen hergegangen und wollten ganz viel Schutz." Daher komme auch der Aberglaube - etwa Salz zu streuen oder übers Feuer zu hüpfen, um sich zu schützen oder zu reinigen. Der Name Walpurgisnacht deutet auch noch auf einen anderen Ursprung hin: "Ursprünglich ist es eigentlich eine Gedenkfeier für die Frau Walburg." Walpurgis gilt heute noch als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut.

Eine als Hexe verkleidete Frau vor einem Feuer. Matthias Bein/dpa

Bessere Verbindung zur Anderswelt

Ob man nun an das Magische glaubt oder nicht, die Legende lässt sich nicht vom mystisch-heidnischen Flair trennen. Auch die Tore zur Anderswelt seien zum Fest weiter geöffnet, meint die Energetikerin. So gebe es eine bessere Verbindung, was etwa Channelings (Kontaktaufnahme mit den Geistern Toter oder auch Lebendiger) oder das Reinigen von Häusern angehe. Früher seien daher Liebes- und Schutzzauber vollzogen worden. Auch Rituale für die Fruchtbarkeit gab es: "Man war ja dann auch der Meinung, dass wenn man den Liebesakt auf dem Acker vollzieht, dann geht die Fruchtbarkeit in den Boden", verdeutlicht Susanne.

Brauchtum besteht heute noch

Auch heute wird Walpurgisnacht noch gefeiert. Etwa mit Hexenkostümen, Tanz oder Feuern. "Was man dabei denkt, ist jedem selbst überlassen", meint Susanne. "Es ist auch damals eigentlich der Maibaum entstanden", weiß das "kleine Hexle". Gerade bei der Walpurgisnacht habe man ihn früher zum Beispiel der Geliebten vors Haus gestellt. "Wir haben das nach wie vor, auch in der jetzigen Zeit noch. Und somit ist vielleicht doch noch ein bisschen was dran", meint die Energetikerin abschließend.

(VOL.AT)

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