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Wallner: Wie es nach dem 24. Jänner weitergeht

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Landeshauptmann Markus Wallner gab bei "Vorarlberg Live" einen Ausblick für die Zeit nach dem Lockdown und übt scharfe Kritik am Gesundheitsministerium.

Landeshauptmann Markus Wallner war am Donnerstag zu Gast im "Vorarlberg Live"-Studio und stellte sich den Fragen von VN-Chefredakteuer Gerold Riedmann.

Über die Zeit nach dem Lockdown

Landeshauptmann Wallner sieht für die Bekämpfung der Corona-Pandemie zwei wichtige Säulen. Einerseits eine breite und professionelle Teststrategie und andererseits eine gute Impfstrategie.

Wallner verweist in diesem Zusammenhang auf die Teststrategie des Landes mit seinen sieben Teststationen, die ab 18. Jänner täglich und konstenlos in Anspruch genommen werden können.

Veranstaltungen

Wallner gab auch einen Ausblick für die Zeit nach dem 24. Jänner. Hier sieht Wallner die Möglichkeit, dass mit gewissen Öffnungsschritten begonnen werden kann. So könnten beispielsweise Sport- und Kulturveranstaltungen in kleinerem Umfang wieder stattfinden. Als Voraussetzung für den Besuch von Veranstaltung könnte die Vorlage eines negativen Tests notwendig sein, der bspw. nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Für Großveranstaltungen mit tausenden Besuchern sieht Wallner in der nächsten Zeit noch keine Möglichkeit. "Ein großes Bezirksmusikfest mit großem Zelt" wird wohl nicht durchführbar sein, nennt Wallner ein Beispiel.

Schulen

Was den Schulbetrieb betrifft, zeichnet sich für Wallner eine Öffnung für den Präsenzunterricht erst ab dem 24. Jänner ab. Die genauen Regelungen lägen hier allerdings beim Bund, so Wallner.

Auch in den Schulen hält Wallner Coronatests für wichtig. Hier werde das Land rechtzeitig zum Schulbeginn mit Tests in den Schulen beginnen.

Gastronomie

Beim Thema Gastronomie und Hotellerie gibt sich Wallner noch bedeckt. Mit gewissen Vorschriften könnte eine Öffnung ab dem 24. Jänner zwar möglich sein (Stichwort "negativer Test"), Wallner lässt aber auch durchblicken, dass Gastronomiebetriebe evtl. noch länger geschlossen bleiben müssen.

Über die Impfstrategie

Beim derzeit heiß diskutierten Thema "Impfen" hält Landeshauptmann Wallner mit seiner Kritik am Bund nicht zurück. "Das Gesundheitsministerium ist uns die letzten Tage ordentlich auf die Nerven gegangen", stört sich Wallner an der "Zentralbürokratie" im Bund.

Man solle sich nicht von "ominösen Impfplänen steuern lassen", fordert Wallner einen pragmatischeren Zugang zu der Thematik. "Der Bund soll liefern, wir impfen", nimmt Wallner Stellung zu der aktuellen Kritik am zögerlichen Impfstart in Öterreich. "Wir werden uns nicht von irgendwelchen Zetralbürokratien eines Ministeriums stoppen lassen", äußert Wallner seinen Unmut in Richtung Bund und deponierte, dass in Vorarlberg jede verfügbare Impfdosis verimpft werde.

Impfplan für Vorarlberg

  • In Vorarlberg sollen noch diese Woche rund 4.000 Personen aus dem Gesundheitswesen geimpft werden.
  • Kommende Woche soll dann mit den Impfungen in Pflegeheimen begonnen werden. Hier verfolgt Wallner das Ziel, dass bis Ende Jänner jedes Pflegeheim in Vorarlberg einmal durchgeimpft ist.
  • Spätestens Ende Jänner soll in Vorarlberg mit den Impfung für über 80-jährige auch außerhalb von Pflegeheimen begonnen werden.

Neues Buch von Reinhold Bilgeri

Außerdem zu Gast bei "Vorarlberg Live" war Reinhold Bilgeri, der sich 2020 als Autor betätigte, und seine kreative Energie während der Corona-Pandemie in ein neues Buch gesteckt hat.

VORARLBERG LIVE am Donnerstag, 7. Jänner 2021
Gäste: Markus Wallner (Landeshauptmann Vorarlberg), Reinhold Bilgeri (Musiker, Filmemacher, Autor)
Moderation: Gerold Riedmann (Chefredakteur VN)

Die Sendung "Vorarlberg Live" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.


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