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Wahlkampf mit Natascha Kampusch

Nachdem das erste TV-Interview mit Natascha Kampusch 2,7 Millionen Österreicher vor den Fernseher gelockt hat, nimmt sich auch die wahlkämpfende Politik des Themas an.

Die ÖVP kündigte bei ihrer Klubklausur in Oberösterreich Strafverschärfungen für derartige Entführungsfälle an. Das BZÖ reklamierte die Idee umgehend für sich und verwies auf eine von Justizministerin Karin Gastinger (B) eingesetzte Arbeitsgruppe. Und die SPÖ fordert für Verbrechensopfer einen staatlichen Schadenersatz-Vorschuss.

Geht es nach der ÖVP, dann wird der Strafrahmen für lang anhaltende Entführungen unter besonders unwürdigen Umständen von zehn auf 20 Jahre verdoppelt. Außerdem auf der VP-Wunschliste: Ein aus Strafgeldern dotierter Hilfsfonds für Opfer und ein Opferanwalt, der professionelle Hilfe garantieren soll. Beschlossen werde das aber erst nach der Wahl, sagte Klubchef Wilhelm Molterer zum Auftakt der Klausur in Bad Schallabach: „Wir wollen das so rasch wie möglich, aber solide vorbereitet.“

Das Justizministerium reklamierte die Vorschläge der ÖVP umgehend für sich und verwies auf eine Ende August eingesetzte Arbeitsgruppe. „Alle Forderungen sind bereits in den Ministerratsvortrag der Justizministerin eingeflossen und werden alsbald von den Koalitionsparteien im Parlament behandelt“, so der Sprecher von Ressortchefin Gastinger, Christoph Pöchinger.

Nicht nachstehen wollte angesichts des Wirbels um den Fall Kampusch auch die SPÖ: Justizsprecher Hannes Jarolim forderte bei einer Pressekonferenz in Salzburg ein „Verbrechensopfervorschussgesetz“. Kernpunkt: Wenn ein Gericht dem Opfer Schadensersatz oder Schmerzensgeld zuspricht, soll der Staat das Geld vorschießen und sich nachher am Vermögen des Täters schadlos halten. Außerdem will Jarolim einen klaren „Vorrang der Entschädigung des Opfers“ vor allen anderen Forderungen an den Täter.

Mit TV-Events geht der Wahlkampf nun vorerst weiter: Am Donnerstagabend tritt SP-Chef Alfred Gusenbauer gegen BZÖ-Obmann Peter Westenthaler zum Fernseh-Duell an. Kommende Woche ist die ÖVP an der Reihe. VP-Spitzenkandidat Wolfgang Schüssel lässt sich bei der Gelegenheit allerdings weiterhin nicht blicken und schickt die Minister Martin Bartenstein und Josef Pröll gegen BZÖ-Chef Peter Westenthaler und FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache in den Ring. Ähnliche Quotenhits wie das Kampusch-Interview werden diese Auftritte aber wohl nicht werden: Bei den ersten beiden TV-Duellen waren knapp unter 600.000 Zuseher dabei.

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