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Vorsicht bei Abführmitteln

Herzinsuffizienz-Patienten, die regelmäßig Glykoside einnehmen, sollten äußerst vorsichtig mit Abführmitteln umgehen. Diese können die Wirkung der Medikamente verstärken.

Diese könnten die Wirkung der Medikamente verstärken und zu bedrohlichen Wechselwirkungen führen, warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Glykoside sind Naturstoffe aus der Heilpflanze Fingerhut (Digitalis), die die Herzleistung stärken und vom Arzt oft bei nachlassender Herzfunktion verschrieben werden.

Ihre Menge wird nach Angaben der Apotheker für jeden Patienten individuell festgelegt, um Nebenwirkungen wie Schwindel oder Farbensehen zu vermeiden. Am Herzen setzten sie dort an, wo eigentlich das Kalium hingehöre. Eine veränderte Kaliummenge im Blut verändere auch die Wirkung des Digitalis. Für eine beständige, genau kontrollierte Wirkung sei daher ein gleich bleibender Kaliumhaushalt nötig.

„Gefährlich wird es, wenn gleichzeitig Abführmittel eingenommen werden“, betont die Bundesvereinigung. Einige dieser Mittel könnten besonders bei langfristiger Anwendung zu Kaliumverlusten führen. Dazu zählen den Angaben zufolge auch abführend wirkende Heilpflanzen wie Faulbaum, Sennesblättern oder Aloe. Bei Lein- oder Flohsamen hingegen drohten keine Wechselwirkungen.

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