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Vorarlberger Touristenorte verwüstet

Die beliebten Vorarlberger Touristenorte Lech und Zürs wurden durch die Überschwemmungen bis ins Mark getroffen. "Das wahre Maß der Zerstörung wird erst heute sichtbar", so Feuerwehrkommandant Walter Langenfelder.

Den Schaden bezifferte der Zürser Bürgermeister Ludwig Muxel auf „mindestens 100 Millionen Euro“. Zusätzlich ist die Wintersaison bedroht.

Die 2.600 Touristen, die sich in der Region aufhalten, kamen nicht zu Schaden. „Es wurde niemand verletzt“, sagte Muxel. Die Gäste müssen im Katastrophengebiet ausharren, da die Verkehrswege blockiert sind. „Wir sind über die Straßen nicht erreichbar“, erklärte Muxel.

In Lech und Zürs spitzte sich die Lage am Dienstag gegen 22.00 Uhr dramatisch zu. Zwischen 2.00 und 4.00 Uhr erreichten die Überschwemmungen schließlich ihren Höhepunkt. „Das Wasser kam in den Hotels im Parterre hinein und im ersten Stock wieder heraus“, schilderte Langenfelder. Die Gäste waren rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden.

Etwa 60 Mann der Feuerwehr waren am Mittwoch gemeinsam mit zahlreichen Helfern damit beschäftigt, Geröll wegzuräumen und die Straßen frei zu gekommen. Ein Ende des Einsatzes war noch lange nicht in Sicht. „Es wird sicherlich noch einige Wochen dauern“, sagte Langenfelder. Die Einsatzkräfte arbeiten in einem Schichtbetrieb rund um die Uhr.

Neben dem bereits enormen Schaden sorgen sich die Orte um die bevorstehende Wintersaison, die für die Skiregion lebenswichtig ist. „Wir müssen die Infrastruktur wieder in Stand bekommen. Viele Hotels sind zudem völlig unbrauchbar“, meinte Muxel. Und die Zeit drängt: „Es ist jetzt schon eine Katastrophe, aber wenn die Wintersaison ausfällt, dann ist es eine noch größere Katastrophe“, sagte der Bürgermeister.

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