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Vorarlberger Seilbahnen 2007/08 mit Umsatzplus von 30 Prozent

Götzis - Mit einem Umsatzplus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat die Vorarlberger Seilbahnwirtschaft in der Saison 2007/08 die Verluste des schneearmen vergangenen Jahres ausgeglichen.

Gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt habe man ein Umsatzplus von fünf Prozent erwirtschaftet, erklärten Wolfgang Beck, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Vorarlberger Wirtschaftskammer (WKV), und Fachgruppengeschäftsführer Friedrich Lins am Donnerstag im Vorfeld der 40. Vorarlberger Seilbahntagung in Götzis (Bezirk Feldkirch).

Die derzeit noch laufende Saison sei durchwegs gut, so Beck. “Wir waren sehr begünstigt durch das Wetter und die Schneelage”, betonte der Fachgruppenobmann. In Skiorten mit höher gelegenen Pisten dauere die Saison daher teilweise noch bis Ende April. Bei höher gelegenen Skigebieten lag der Beschneiungsaufwand um rund 20 Prozent niedriger als im Vorjahr, auf tiefer gelegenen Pisten habe man zudem rund 20 bis 30 Prozent mehr Schnee herstellen können als im Vorjahreswinter, so Beck. Bei den Investitionen sei wieder ein Trend zur Konzentration auf Seilbahntechnik und Beschneiung festzustellen, in der kommenden Saison würden 85 Prozent der geplanten Investitionen von insgesamt 45 Mio. Euro in diese Bereiche fließen, informierte Beck.

Den rund 150 Besuchern der 40. Vorarlberger Seilbahntagung wurden am Donnerstag Vorträge zu den Themen Kundenentwicklung und Gäste-Erwartungen geboten. Laut dem Marketingexperten Manfred della Schiava hat der Gast immer höhere Erwartungen an Service, Angebot und soziales Umfeld im Urlaubsort. Dabei gehe es vor allem um emotionale Aspekte. Alles, was Stress für den Gast bedeute, schlage sich negativ nieder, so della Schiava. Als Dienstleister müsse man daher auf den Faktor Mensch setzen und die Qualifizierung der Mitarbeiter verbessern. Die Wirtschaftskammer hat dazu laut Lins in Zusammenarbeit mit dem AMS bereits einen Qualifizierungsverbund gegründet. Im Winter arbeiten rund 10.000 Beschäftigte bei den Vorarlberger Seilbahnen und den angeschlossenen Gastronomiebetrieben.

Zukünftig wollen die Seilbahnbetriebe mit speziellen Angeboten die Jugend stärker ansprechen und familienfreundlicher werden. Um den Skifahrer-Nachwuchs zu fördern, habe man in diesem Winter bei mehreren Aktionen 6.000 Kinder zu einem freien Skitag eingeladen, erklärte der Fachgruppengeschäftsführer. Mehr Gewicht soll in Zukunft zudem der Sommer erhalten, 34 Bergbahnen hätten gemeinsam ein Programm für die warme Jahreszeit erstellt, so Lins.

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