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Vorarlberger Landeskrankenhäuser: Ein Blick zurück auf das Jahr 2022 und in die Zukunft

Geschäftsbericht 2022: Die Krankenhausbetriebsgesellschaft blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück, das von beeindruckenden medizinischen Leistungen, engagierten Mitarbeiter:innen und bedeutenden Jubiläen geprägt war.

Das Geschäftsjahr 2022 der Vorarlberger Landeskrankenhäuser war geprägt von drei Hauptthemen: die Integration und Weiterentwicklung in Bereichen wie dem Spitalscampus und der Pflegeausbildung, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die Bindung der Mitarbeiter:innen durch verbesserte Arbeitsbedingungen. Unter dem Motto "Arbeiten mit Herz" engagierten sich 4.710 Mitarbeiter:innen in 46 Fachabteilungen an fünf Standorten für die Patient:innenbetreuung. Trotz der anhaltenden Covid-19-Pandemie wurden strategische Projekte erfolgreich umgesetzt, um die Personalstabilität zu erhöhen und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

©zVg/KHBG
  • Einführung von Initiativen wie dem Pflegepool und dem Care Support Team VLKH zur Bewältigung von Personalengpässen, sowie intensive Rekrutierungsmaßnahmen und eine Imagekampagne zur Steigerung der Attraktivität des Gesundheitswesens in Vorarlberg.
  • Investitionen in die medizintechnische Infrastruktur zur Verbesserung der Patient:innenversorgung und Förderung strategischer Kooperationen und Netzwerkbildung zwischen den Krankenhäusern zur Optimierung der Gesundheitsversorgung.
  • Erstmalige digitale Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2022 zur transparenten Darstellung der Jahresleistungen, Anziehung potenzieller Mitarbeiter:innen und Information der Öffentlichkeit über die Entwicklungen in den Landeskrankenhäusern.

460.000 ambulante Behandlungen

Die fünf Standorte der VLK erbringen 80 Prozent der spitalsmedizinischen Leistungen in Vorarlberg und verfügen über 46 medizinische Fachbereiche sowie 1.522 Betten. Im Jahr 2022 wurden 460.000 ambulante Behandlungen durchgeführt, 77.900 Patient:innen stationär aufgenommen (mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 4,4 Tagen), 43.700 Operationen vorgenommen und 2.800 Geburten begleitet.

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Ausbildung

Die Ausbildung von medizinischem und pflegerischem Nachwuchs nimmt einen hohen Stellenwert ein. In den zwei Pflegeschulen der VLK sind 35 Lehrpersonen tätig, die 254 Schüler:innen in der Diplomausbildung, 62 Schüler:innen in der Ausbildung zur Pflege(fach)assistenz und 34 Schüler:innen in Sonderausbildungen für OP, Intensiv- und Anästhesiepflege betreuen. Zudem absolvierten 76 Studierende der FH Vorarlberg ihr Praxistraining in den Einrichtungen der VLK. Im Bereich der Mediziner:innenausbildung zählt man 289 Ärzt:innen in Ausbildung, verteilt auf fünf akademische Lehrkrankenhäuser und 46 medizinische Fachbereiche.

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539 Millionen Euro

Die Gesamtausgaben der Krankenhausbetriebsgeselschaft im Jahr 2022 beliefen sich auf 539 Millionen Euro. Ein besonderer Fokus liegt auf der Geburtshilfe, mit 2.800 Geburten im vergangenen Jahr. Die Ausstattung umfasst acht Kreißsäle, einen Sectio-OP, fünf Wehenzimmer, 51 Hebammen, acht Betten zur Intensivbehandlung auf der Pädiatrie und neun Überwachungsbetten für Neugeborene.

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-->> Großalarm im LKH Rankweil

50 Jahre LKH Feldkirch

Das LKH Feldkirch feierte 2022 sein fünfzigjähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung seit seiner Gründung im Jahr 1972 zurück. Über die Jahre hinweg wurden zahlreiche medizinische Fachabteilungen etabliert und innovative Technologien eingeführt, wie zuletzt der OP-Roboter DaVinci im Jahr 2020.

Die Landeskrankehäuser zeichnen sich auch durch ihre familienfreundlichen Arbeitsbedingungen aus, was durch die erneute Verlängerung der Auszeichnung als „familienfreundlicher Betrieb“ für alle fünf Landeskrankenhäuser bestätigt wird. Flexible Arbeitszeit- und Karenzmodelle, umfassende Kinderbetreuungsangebote und die Bereitstellung von Werkswohnungen tragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei.

"Spitalscampus Vorarlberg"

Mit der Umsetzung des „Spitalscampus Vorarlberg“, der Modernisierung der Erwachsenenpsychiatrie im Landeskrankenhaus Rankweil und der fortlaufenden Investition in modernste Technik und Ausbildung, sind die Vorarlberger Landeskrankenhäuser gut positioniert, um auch in Zukunft eine hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten und ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu bleiben.

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Die Agenda des "Spitalscampus Vorarlberg" verfolgt dabei diverse Ziele:

  1. Kontinuierliche Schwerpunktsetzungen: Jedes Krankenhaus hat sich in mehreren Fachbereichen spezialisiert, um die Qualität der Versorgung zu verbessern. Beispielsweise wurden die Gynäkologie- und Geburtenstationen am LKH Bregenz und KH Dornbirn im Rahmen eines Doppelprimariats geleitet, und Kooperationen zwischen den Häusern sowie mit niedergelassenen Systempartner:innen wurden intensiviert.
  2. Ärzt:innenausbildung: Die VLK streben an, ein attraktiver Ausbildungsplatz für medizinische Fachkräfte zu werden, mit speziellen Rotationsmodellen für auszubildende Ärzt:innen.
  3. Pflegeschule Vorarlberg: Ab Frühjahr 2023 wird die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA) angeboten, um Ärzt:innen und Pflegekräfte zu entlasten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
  4. Modernste Technik: Investitionen in High-End-Equipment und moderne Infrastruktur, wie OP-Roboter im LKH Feldkirch, steigern die Qualität am Arbeitsplatz.

Markus Wallner – Landeshauptmann

Die Mitarbeitenden unserer Landeskrankenhäuser erweisen sich immer wieder als tragende Säulen unserer Gesundheitsversorgung. Mit großem Engagement setzen sie sich täglich dafür ein, dass wir gesund werden bzw. es bleiben. Sie erweitern ständig ihre Kompetenzen und sind Teil der Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens. Im Namen des Landes spreche ich allen LKH-Mitarbeitenden meinen Dank aus: Vorarlberg weiß zu schätzen, was sie leisten – die Landesregierung setzt alles daran, die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit weiter zu verbessern.

Martina Rüscher – Landesrätin für Gesundheit und Sport

Das Gesundheitssystem befindet sich im Umbruch: immer mehr Menschen, die eine Versorgung benötigen und gleichzeitig weniger junge Menschen, die in die Arbeitswelt einsteigen. In dieser Zeit ist es von entscheidender Bedeutung, die richtigen Schritte zu unternehmen, um eine hochwertige und verlässliche Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Unsere klare Aufgabe ist es, attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu gestalten, damit unsere Mitarbeitenden gerne im Gesundheitssystem bleiben. Ebenfalls passen wir laufend die Strukturen an, um Leistungen zu bündeln und wir werden mit einer klaren Patient:innenlenkung den besten Weg ins Gesundheitssystem aufzeigen. Vielen Dank an die engagierten Teams aller Landeskrankenhäuser und der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft, die gemeinsam mit uns diesen Weg sorgsam planen und entwickeln. Ein besonderer Dank gebührt allen Mitarbeitenden, die sich Tag für Tag mit hohem Engagement für eine ausgezeichnete Versorgung unserer Patient:innen einsetzen – ihr seid die starke Basis unseres Gesundheitssystems. Gemeinsam werden wir die Vorarlberger Spitalsversorgung in eine erfolgreiche Zukunft im Sinne der Patient:innen und der Mitarbeitenden führen!

DR. Gerald Fleisch, Prim. Dr. Peter Fraunberger, Geschäftsführung KHBG

Der Geschäftsbericht der Vorarlberger Landeskrankenhäuser für das Jahr 2022 steht unter Motto „Arbeiten mit Herz“. Zum einen, weil es uns eine Herzensangelegenheit ist, für die Vorarlberger Bevölkerung da zu sein und zum anderen, weil wir wissen, dass alle Mitarbeiter:innen der Landeskrankenhäuser mit Herzblut ihrer Arbeit nachgehen und mit großem Einsatz für die gesamte Bevölkerung da sind. Für uns ist es das Wichtigste, tagtäglich rund um die Uhr für alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zur Verfügung zu stehen. Das „Wir“ der Landeskrankenhäuser, das sind fast 5.000 Mitarbeitenden – quer durch alle Berufsgruppen, quer durch alle Hierarchien, die an einem Strang ziehen. Ein großes Unternehmen wie jenes der Landeskrankenhäuser ist wie ein Uhrwerk, in dem jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter – wie ein Zahnrad – wesentlich und wichtig ist.

Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser sind ein Dienstleistungsunternehmen. Diese Unternehmen funktionieren nur, wenn man gutes Personal und auch genügend Mitarbeiter:innen hat. Unser höchstes Bestreben ist es daher, auch in Zukunft dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter:innen gute Rahmenbedingungen vorfinden. Das beginnt bei einer guten Bezahlung, geht über Kinderbetreuung und zur Verfügung gestellten Wohnraum bis hin zum Angebot an Perspektiven wie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, ein Gesamtpaket, das wir ständig weiterentwickeln, um für die kommenden Jahre gerüstet zu sein.

Wir haben auch die Kooperationen zwischen den Krankenhäusern intensiviert, wie z.B. die Kooperation zwischen dem Schwerpunktkrankenhaus in Feldkirch und dem Landeskrankenhaus Bludenz oder auch die Kooperation zwischen den Krankenhäusern Bregenz und Hohenems. Ziel ist es, zu vernetzen und zu spezialisieren, die Menschen noch mehr miteinander in Kontakt zu bringen, um eine gute familiäre Atmosphäre für Patient:innen und auch die Mitarbeiter:innen zu schaffen – auch für die Zukunft.

Ein Geschäftsbericht ist wesentlich, um die Leistungen eines Geschäftsjahres zu zeigen, aber auch, um mit Einblicken in die Landeskrankenhäuser Menschen zu begeistern, hier im Unternehmen zu arbeiten. Mit einem erstmals digitalen Bericht erreichen wir mehr Menschen, mehr Interessierte, der Zugang zu unserem Unternehmen ist einfacher.

Wir möchten uns bei allen Mitarbeiter:innen für ihren Einsatz bedanken, ohne den dieser Bericht nicht möglich wäre, um all die Leistungen auch nach außen noch mehr sichtbar machen zu können. Wir sagen Danke mit einem Zitat von Viktor Frankl: „Das Herz ist viel weitsichtiger, als der Verstand je scharfsinnig sein kann.“

Thomas Steurer, Zentralbetriebsrat

Trotz der großen Herausforderungen ist bei den Mitarbeiter:innen ein enormer Zusammenhalt spürbar. Aufgrund der sehr hohen personellen Herausforderungen war es auch im vergangenen Jahr in manchen Bereichen extrem schwierig, einen reibungslosen Betrieb zu planen. Deshalb gilt mein Dank den Mitarbeiter:innen für ihre enorme Flexibilität und ihr tägliches Bereitschaft, ihr Bestes für die Patient:innen geben!

(VOL.AT)

Zum ausführlichen Geschäftsbericht 2022

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