AA

Vorarlberger Know-how im Modulbau ist gefragt

Das neue Seniorenheim in Hallein wird in Modulbauweise errichtet.
Das neue Seniorenheim in Hallein wird in Modulbauweise errichtet. ©Kaufmann Bausysteme
Reuthe - Kaufmann Bausysteme in Reuthe erhielt Großauftrag für das Seniorenheim in Hallein.

Bei einer Ausschreibung für den Großauftrag zur Errichtung des Seniorenwohnheims in Hallein (Salzburg) erhielt das Vorarlberger Unternehmen Kaufmann Bausysteme in Reuthe im Sommer den Zuschlag als Bestbieter.

„Dabei konnten wir uns dank ständiger Weiterentwicklung im Modulbau gegen namhafte Mitbewerber durchsetzen“, so Christian Kaufmann, Vertrieb und Marketing von Kaufmann Bausysteme, zu den VN.

Insgesamt hat das Projekt 138 Zimmermodule mit acht Metern Länge, vier Meter Breite und drei Metern Höhe. Jedes Zimmermodul hat ein Gewicht von 15 Tonnen. Die Zimmer werden schlüsselfertig in der Produktionshalle gefertigt, dabei sind sämtliche Einrichtungen enthalten und fertig montiert. Die Module werden dann mittels eines Sondertransports auf die Baustelle gefahren und direkt vom Lkw aus montiert.

Kaufmann: „Bisher haben wir alle Projekte, wie das BMW-Hotel in Ammerwald mit 96 Boxen, das Sozialzentrum Fieberbrunn mit 97 Boxen und das Antoniushaus in Feldkirch mit 60 Boxen, bei unserem Partner in Reuthe, der Firma Kaufmann Zimmerei und Tischlerei, gefertigt. Das Projekt Seniorenheim Hallein werden wir bei unserem Partner MM-Kaufmann in Kalwang in der Steiermark produzieren. Die Gesamtauftragssumme für dieses Projekt liegt bei 6,5 Mill. Euro.“

Insgesamt handelt es sich beim Seniorenwohnheim in Hallein um einen viergeschossigen, L-förmigen Baukörper, der ursprünglich als Betonbau geplant war. Christian Kaufmann: „Ich musste daher zuerst die Architekten und alle Entscheidungsträger von der Modulbauweise und vor allem vom Baustoff Holz überzeugen. Dabei wurde auf Anhieb klar, dass der Holzbau nicht teurer als der Massivbau ist und dabei noch die Qualität und der ökologische Hintergrund wesentlich besser sind.“

Die Vorteile

An Vorteilen der industriellen Fertigung von Zimmermodulen nennt Christian Kaufmann: » Fixfertige Zimmermodule mit allen Einrichtungen, Oberflächen usw. » Serielle Fertigung der Module im Werk. » Kurze und problemlose Abläufe in der Halle. » Höchster Qualitätsstandard aufgrund ineinanderlaufender Prozesse (jeder Fehler wird sofort bemerkt). » Enorme Zeitersparnis durch Fertigungsstraße. » Kostenersparnis gegenüber konventioneller Fertigung rund 15 Prozent.

Die Konstruktion

» Hervorragende bauphysikalische Werte durch optimiertes Stapeln der Boxen.
» Angenehmes und gemütliches Raumklima.
» Passivhausstandard pro­blemlos möglich.

Die Montage

» Sehr kurze Montagezeiten. Je nach Typ können pro Tag zehn bis 14 Boxen montiert werden.
» Witterungsunabhängige Montage – egal ob Sommer oder Winter.
» Geringe Lärmbelästigung durch kurze Montagezeit. » Keine nachträgliche Verschmutzung am Bau.

Kennzahlen

Kaufmann Bausysteme

» Gründung: 2003 (zuvor Geschäftsbereich der Kaufmann Holz Gruppe)
» Eigentümer: Ing. Anton Kaufmann; Mayr-Melnhof Kaufmann Holding; Baumeister Dipl.-Arch. (FH) Mathias Simma »Geschäftsführung: Baumeister Dipl.-Arch. (FH) Mathias Simma
» Mitarbeiter: 17
» Umsatz 2011: 17 Mill. Euro
» Märkte: Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Großbritannien

(VN/ Ernest Enzelsberger)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Reuthe
  • Vorarlberger Know-how im Modulbau ist gefragt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen