Vorarlberger Exporte gingen wegen Coronakrise zurück

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Der Vorarlberger Außenhandelsbericht für das erste Halbjahr 2020 liegt vor. Die Coronakrise bedingte Rückgänge bei Aus- bzw. Einfuhren.

Der Vorarlberger Außenhandelsbericht für das erste Halbjahr 2020 liegt vor. Laut vorläufigen Zahlen sind in diesem Zeitraum Waren und Güter im Wert von über 4,87 Milliarden Euro aus Vorarlberg exportiert worden. Bei knapp 3,7 Milliarden Euro liegt die Summe der Importe. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr davor waren krisenbedingte Rückgänge bei Aus- bzw. Einfuhren in Höhe von 8,4 bzw. 8,5 Prozent zu verzeichnen. „Die Einbußen schmerzen, auch wenn sie deutlich unter dem Bundesschnitt – Export: -11,7 Prozent und Import -12,6 Prozent – liegen“, berichtet Landeshauptmann Markus Wallner.

Quelle: Land Vorarlberg

Mehr exportiert als importiert

Wie die Kennzahlen zeigen, hat Vorarlberg mit einem Handelsbilanzüberschuss von mehr als 1,17 Milliarden Euro neuerlich deutlich mehr Waren und Güter exportiert als importiert. Zum ersten Halbjahr 2019 hat sich der erwirtschaftete Überschuss jedoch um 100 Millionen Euro bzw. 7,9 Prozent verringert.

Die bedeutendste Warenobergruppe für Vorarlberg ist die Gruppe der Eisen- und Metallwaren. Hauptprodukte dieser Obergruppe sind Beschläge, Rohre, Profile aus Eisen und Stahl oder Aluminium, Behälter, Bleche und anderes. Gemeinsam mit der Kessel- und Maschinenindustrie wurden beinahe die Hälfte des Exportvolumens und fast drei Viertel des Handelsbilanzüberschusses der Vorarlberger Außenhandelswirtschaft erzielt.

„Damit bleiben Vorarlberger Produkte auch in schwierigen Zeiten an den Weltmärkten gefragt“, sagt Wirtschafts-Landesrat Marco Tittler.

Deutschland bleibt wichtigster Handelspartner

Der mit Abstand wichtigste Handelspartner Vorarlbergs mit einem Anteil von 28 Prozent an den Gesamtexporten ist weiterhin Deutschland. Das Exportvolumen liegt bei 1,37 Milliarden Euro (Minus von zwölf Prozent zum Vorjahrshalbjahr), die Einfuhrsumme bei rund 1,35 Milliarden Euro (Minus von 12,5 Prozent zum Vorjahrshalbjahr).

Zweitstärkster Handelspartner ist die Schweiz mit 620 Millionen Euro bei den Ausfuhren und 388 Millionen Euro bei den Einfuhren, gefolgt von Italien (Export mit rund 268 Millionen Euro und -18,5 Prozent; Import mit rund 214 Millionen Euro und -6,5 Prozent). Da die Einfuhr aus der Schweiz kräftig und der Export in die Schweiz nur gering gesunken ist, konnte der Handelsbilanzüberschuss von 194 Millionen Euro auf 232 Millionen Euro um 19,8 Prozent gesteigert werden, informiert Landesrat Tittler.

Für Vorarlbergs Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler untermauern diese Zahlen den hohen Stellenwert des Außenhandels in der Vorarlberger Wirtschaft. „Viele unserer Unternehmen zählen in ihrer Branche zur internationalen Spitze oder sind sogar Marktführer."

(Red.)

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