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Vorarlberger Bauwirtschaft hofft auf Flüchtlinge als Hilfsarbeiter

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Hohenems - Das Vorarlberger Baugewerbe ist mehr als zufrieden mit dem Jahr 2015. Schließlich könne man ein starkes Plus verzeichnen, jedoch sei nicht alles eitler Sonnenschein. So baut die öffentliche Hand weniger und es mangle an Hilfsarbeitern. Hier könnten gerade Flüchtlinge eine willkommene Unterstützung werden.

Die Erwartungen der Vorarlberger Baubranche sind beinahe durchwegs positiv. Gerade beim Wohnbau und Industrie- und Gewerbebau konnte man ein Wachstum verzeichnen. Die aktuelle Auftragssituation stieg unterm Strich um 7,88 Prozent gegenüber dem November des Vorjahres an. Im ersten Halbjahr 2016 lag die Auftragslage beim Wohnbau 8,08 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2015, bei Gewerbe und Industrie bei 4,42 Prozent.

Öffentliche Hand spart

Anders sieht es jedoch bei öffentlichen Aufträgen aus, wenn man die aktuellen Großprojekte nicht berücksichtigt. So ist der öffentliche Hochbau mit 1,73 Prozent, der Tiefbau gar um 5,96 Prozent rückläufig. Auch die Personalsituation macht dem Baugewerbe Sorgen. So fehle es derzeit gerade an willigen ungelernten Hilfsarbeitern. Gerade hier hofft man auf Bewerbungen von Konventionsflüchtlinge, da sonstige Bewerbungen meist ausbleiben. Auch bei der Anwerbung von Lehrlingen müsse man am Ball bleiben. Gleichzeitig wiederholte man die Kritik an den hohen Sicherheits- und Bauvorgaben. Diese würden ein leistbares Bauen und Wohnen immer unmöglicher machen.

Privatwirtschaft sorgt für volle Auftragsbücher

Dennoch, der Ausblick dürfte zumindest für 2017 nicht gerade für Sorgenfalten sorgen. So sorge gerade die Privatwirtschaft mit diversen Bauprojekten für volle Auftragsbücher. Auch bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen spiele nur die innerösterreichische Konkurrenz eine größere Rolle. Von den 4.100 in der Bauwirtschaft beschäftigen Personen sind 200 Lehrlinge, davon viele im ersten Lehrjahr. Und auch der für 2015 erwartete Bauproduktionswert liegt mit erwarteten 629 Millionen Euro leicht über dem Wert von 2014 von 628 Millionen – welcher jedoch gut 40 Millionen über der damaligen Prognose lag.

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