Vorarlberg von Unten - Die Kanalisation in Rankweil

©VOL.AT/Schwendinger
Rankweil - Seit über 40 Jahren hat Rankweil eine Kanalisation. Derzeit wird sie von der Gemeinde auf Schäden geprüft. Wie sie das macht, hat uns Markus Lorenzi bei einem Rundgang erklärt.
Bilder von der Kanalisation
Lorenzi im Interview
Im Landhausbunker
Unter dem Hallenbad Dornbirn
Staudamm Lünersee
St.-Anna-Stollen Bartholomäberg
Brühlhöhle Andelsbuch
Der Pfändertunnel
Silvretta-Massiv im Montafon

Mit einem Budget von 418.000 Euro im Jahr 2014 wartet die Marktgemeinde Rankweil ihr Kanalnetz. Dabei werden sämtliche Kanalstränge  mit Kamerarobotern befahren, der Zustand der Rohre geprüft und Schäden aufgenommen. In weiterer Folge werden diese Abschnitte mit Wasser oder Luft auf Dichtheit geprüft, erklärt Markus Lorenzi von der Abteilung Infrastruktur und Bauwesen im VOL.AT-Interview: “Zudem werden die Schächte ebenfalls gereinigt, gefilmt und kontrolliert.”

66 Kilometer Kanalnetz

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Die Prüfung des gesamten Kanalnetzes ist auf sechs Abschnitte unterteilt. Begonnen hat die Sanierung schon 2010, heuer ist der vierte Teil in Angriff genommen worden. “Grund ist die Länge von insgesamt 66 Kilometern. Zudem haben wir 2.970 Kanalschächte, die überprüft werden müssen. Das ist ein sehr umfangreiches Projekt”, meint Lorenzi. Weil auch gerade nach starken Regenfällen bestimmte Abschnitte gereinigt und gewartet werden müssen, gibt es für die Gemeinde das ganze Jahr über genug zu tun.

Pumpwerke

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Im Kanalsystem sorgen vier Pumpwerke in Rankweil dafür, dass das Abwasser von den Straßen und Häusern weitertransportiert werden. Zwei Pumpen arbeiten vollautomatisch abwechselnd in diesen Werken, bei einem gewissen Pegelstand im Sammelbehälter fangen sie an das Wasser weiterzuleiten. Falls Fehlfunktionen auftreten sollten, sind die Werke mit technischen Geräten ausgestattet, die das Problem ohne Verzögerung weitermelden, erklärt der Experte: “Bei einem Ausfall werden die zuständigen Gemeindearbeiter direkt kontaktiert, sodass man sehr rasch reagieren kann.”

Regenentlastungen

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Damit das Kanalsystem nicht bei jedem Starkregen überläuft braucht es so genannte Regenentlastungen. “Die sind dafür da, dass der Zufluss durch eine Betonkante abgeschlagen wird und mit einem Rohr in den Bach geleitet wird”, weiß Lorenzi. Drei mal findet man dieses System in Rankweil, davon sind aber nur noch zwei in Betrieb: “Der Dritte im Bereich Brederis wurde zugemauert, weil er nicht mehr benötigt wurde.”

Rundgang durch die Kanalisation

GoPro Video von einem Abstieg

Fotos: VOL.AT/Schwendinger
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