Vorarlberg von Unten - Der Staudamm am Lünersee

Vandans - Mit einem Fassungsvermögen von 100 Millionen Kubikmeter ist der Lünersee einer der größten Wasserspeicher in Vorarlberg. Um diese Massen auch nutzen zu können, braucht es viel Technologie und einen Staudamm. VOL.AT war für Sie vor Ort.
Bilder vom Staudamm Lünersee
Staudamm-Rundgang Teil1
Staudamm-Rundgang Teil2
Brugger im Interview
Bergwerk in Bartholomäberg
Brühlhöhle in Andelsbuch
Der Pfändertunnel in Bregenz
Stadtschrofen in Feldkirch
Tunnelsystem in Oberlech
Silvretta Massiv im Montafon

Er ist der Jahresspeicher für das Pumpspeicherkraftwerk der illwerke vkw in Latschau. Mit einer zehn Kilometer langen Oberwasserführung können bis zu 78 Millionen Kubikmeter Wasser genutzt werden. Damit das möglich wurde, musste eine Staumauer errichtet und der See um etwa 30 Meter erhöht werden. Um die benötigte Technik und Sicherheitsmaßnahmen unterzubringen wurde ein 350 Meter langer Staudamm errichtet.

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41.000 Kubikmeter Beton

“Der Damm besteht aus über 20 Blöcken, die mit Sicherheitssystemen ständig überwacht werden”, informiert Teamleiter Christian Brugger im VOL.AT-Interview. Verschlungen hat dieses Bauwerk 41.000 Kubikmeter Beton. Das Herz des Staudamms ist die Sperrkammer in einer Tiefe von 75 Metern unter der Wasseroberfläche. Von hier können 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem See zum Lünerseewerk und zurück gepumpt werden.

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Alles wird vermessen und erfasst

Um die Aktivitäten der Felsen im Blick zu haben gibt es neben diesen Blockfugenüberwachungen so genannte Lot Messdrähte, die kleinste Bewegungen aufzeichnen. Sie sind so sensibel, dass damit sogar größere Erdbeben auf der ganzen Welt wahrgenommen werden. Diverse Wassermessstellen registrieren die kleinste Lecks in der Staumauer und melden sie sofort den Spezialisten der illwerke. “Zudem werden Umland und Fels von der Vermessungsabteilung erfasst. Wir wären also gleich gewarnt, falls sich das komplette Gebilde verschieben würde”, so Brugger.

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Doppelt hält besser

Allgemein wird im Staudamm alles mindestens doppelt gesichert. Das gilt auch für Arbeiten in der Mauer, macht Brugger klar: “Handyempfang gibt es hinter diesen dicken Mauern natürlich keinen. Deshalb gehen Arbeiter immer nur paarweise hinein.” Und nachdem der komplette Damm regelmäßig von den illwerke Mitarbeitern, dem Land Vorarlberg und externen Experten geprüft wird, kommt das öfters vor.

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Fotos: VOL.AT/Schwendinger

Rundgang durch den Staudamm

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