Vorarlberg von Unten: Der Eisenbahntunnel unterm Arlberg

Klösterle/Langen am Arlberg - Seit 1884 verbindet der Arlbergtunnel der ÖBB Vorarlberg mit dem Rest Österreichs. Zwischen 2004 und 2010 wurde der Tunnel verbreitert und acht Rettungstunnel mit Verbindung zum Straßentunnel geschaffen. Betriebsmanager Markus Mayr gewährt uns einzigartige Einblicke in den Arlbergtunnel.
Der Arlbergtunnel
Die Flucht- und Rettungswege
Markus Mayr zum Arlbergtunnel
Bilder aus dem Tunnel

“Was Gott durch einen Berg getrennt hat, sollte der Mensch nicht durch einen Tunnel verbinden.” Dieses Zitat wird mit dem Bau der Arlbergtunnels im späten 19. Jahrhundert in Verbindung gebracht. Dessen ungeachtet verbindet der Eisenbahntunnel seit 130 Jahren Vorarlberg mit dem restlichen Österreich. Mehr als 10,6 Kilometer erstreckt sich der Arlbergtunnel durch das Arlberg-Massiv.

Die Wanderung durch den Arlbergtunnel

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Betriebsmanager Markus Mayr führt durch den Tirol und Vorarlberg verbindenden Eisenbahntunnel. Während dem Rundgang erklärt er die Bedeutung der verschiedenen Wandmarkierungen und die Veränderungen seit der Sanierung der Tunnelröhre.

Saniert wurde der Tunnel erst von 2004 bis 2010. Obwohl er bereits bei der Errichtung für einen zweigleisigen Betrieb ausgelegt war, musste der Tunnel vergrößert werden. Schließlich fahren täglich zwischen 70 und 100 Züge durch den Tunnel, der größeren Transportkapazität und die größeren Container machten eine Ausweitung notwendig.

Sanierung verbesserte Sicherheit

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Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Sicherheitseinrichtungen verbessert. Über die gesamten zehn Kilometer wurden Wasserleitungen und Hydranten verlegt. Zusätzlich wurde die Fahrbahn so aufbereitet, dass sie auch für gewöhnliche Einsatzfahrzeuge befahrbar ist. Die Beleuchtung und Telekommunikation innerhalb des Arlbergtunnels wurden ebenfalls überholt.

Fluchtwege alle 1,4 Kilometer

Bei der Sanierung wurden auch die acht Flucht- und Rettungswege (FRW) errichtet. Alle 1,4 Kilometer verbinden diese Rettungstunnel den Eisenbahn- mit dem Straßentunnel. Jeder FRW hat einen zentralen Sammelraum mit Platz für 800 Personen als Herzstück. Diese verfügen über Sitzmöglichkeiten, Decken und Notrufsäulen. Zusätzlich gibt es noch Kameras und Lautsprecher für die Tunnelwarte, um Kontakt mit den Personen zu halten.

Evakuierung per Zug und Straße

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Im Notfall können sie so über den jeweils freien Tunnel evakuiert werden – im Falle des Eisenbahntunnels per Zug, wie Mayr erklärt. Auch die Einsatzkräfte können dank der FRW über den freien Tunnel zum Einsatzort vorrücken.

(MRA)

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