Vorarlberg testet elektrisch angetriebenen Linienbus

Ein E-Bus bei der Vorstellung im Herbst 2014.
Ein E-Bus bei der Vorstellung im Herbst 2014. ©VVV
Bregenz - In den kommenden Wochen testen die Stadtbusse Bregenz und Feldkirch und der Landbus Oberes Rheintal einen elektrisch angetriebenen Linienbus.
E-Bus-Präsentation im Herbst

Alternative Antriebe sollen laut Landesrat Johannes Rauch helfen, die Vorarlberger Umwelt-, Energie- und Klimaziele zu erreichen. Sofern ein alternatives Antriebskonzept entsprechende Möglichkeiten bietet, sei mittelfristig ein breiterer Einsatz im Vorarlberger Linienbusverkehr durchaus denkbar, ist Landesrat Rauch von der neuen Technologie überzeugt.

Pilotversuch mit heimischen Partnern

Das zwölf Meter lange Niederflur-Fahrzeug ist im Rahmen eines Pilotprojektes des VVV im Land. Gemeinsam mit den Partnern e-Bus Europa, ÖBB-Postbus GmbH und Niggbus GmbH wird in den kommenden Wochen im Linieneinsatz geprüft, wie sich diese Fahrzeugart für den Einsatz im Land eignet. Um aus diesem Pilotbetrieb eine Entscheidungsbasis für die zukünftige Ausrichtung zu gewinnen, wird von einem Institut aus Flensburg eine begleitende Studie erstellt.

„Neben den internen Erkenntnissen ist natürlich die Resonanz der Fahrgäste ein wichtiger Indikator für uns“, so ÖBB-Postbus Regionalmanager Wolfram Gehri.

 Bis zu 220 km Reichweite

Rein elektrisch angetriebene Linienbusse in dieser Größe sind erst seit kurzem am Markt. Die Reichweite beträgt im Stadtverkehr bei einer durchschnittlichen Belegung von 50 Prozent bis zu 220 Kilometer. Der durchschnittliche Energieverbrauch liegt dabei bei 0,9 kWh/km, die Akkus des Fahrzeugs sind nach ca. 7,5 h Ladezeit voll geladen.

Gerhard Kräutler, Projektleiter beim VVV, weist auf die Vorzüge der neuen E-Bus-Generation hin: „Beim Bremsen wirkt der Elektromotor als Generator und gibt Energie an die Akkus zurück. Zudem wäre das Schnelladen beispielsweise in einer Dienstpause möglich.“

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