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Vorarlberg: Streit um Deponie in Bürserberg

Kommende Woche wird über eine Bodenaushubdeponie im Naherholungsgebiet Tschengla entschieden.
Kommende Woche wird über eine Bodenaushubdeponie im Naherholungsgebiet Tschengla entschieden. ©VOL.AT, Pixabay
Eine geplante Bodenaushubdeponie in Bürserberg sorgt für Aufregung.

Die Bezirkshauptmannschaft Bludenz gab im Rahmen einer Kundmachung bekannt, dass Martin Bitschi Transporte Gmbh eine Bodenaushubdeponie mit 6.000 Quadratmetern in Bürserberg plant. Für den Bau ist ein Grundstück unweit des Wanderparkplatzes Tschengla und der Alpe Rona vorgesehen. Besorgte Bürger haben bereits eine Online-Petition gestartet, auch die Politik hat bereits darauf reagiert.

"Das Hochplateau Tschengla ist ein Naturjuwel. Die einzigartige Landschaft mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt", so Johannes Rauch, Landessprecher der Grünen. Auf der geplanten Deponiefläche befinde sich auch das sogenannte Toteisloch auf der Dunza, welches laut Biotopinventar der Gemeinde Bürserberg höchst schützenswert sei.

Toteisloch schützen

Mit dieser Deponie würde das Brandner Transportunternehmen das Biotop im wahrsten Sinne des Wortes auslöschen. „Eine Deponie im 1.200 Meter gelegenen Flachmoor zerstört diese einzigartige Landschaftsform und die Vegetation nicht nur für die Dauer des Deponiebetriebs, sondern für immer“, so Christoph Metzler, Umweltsprecher der Grünen.

Die Grünen fordern das Toteisloch auf der Dunza rechtlich schützen zu lassen. Die Verhandlung über die naturschutzrechtliche Bewilligung und die abfallwirtschaftliche Genehmigung ist auf 23. März angesetzt.

Das Brander Unternehmen "Martin Bitschi Transporte GmbH" wird von Martin Bitschi und seinem Sohn Christof (FPÖ-Landesparteiobmann) geführt.

(red)

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