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Vorarlberg: Sport kennt keine Grenzen

Kilian (11) aus Hard wurde mit einem offenen Rücken geboren. Heute ist keine Skipiste mehr vor ihm sicher.

Kilians Mutter Cornelia Diem wusste ab der 21. Schwangerschaftswoche, dass ihr Kind vielleicht mit einer Beeinträchtigung zur Welt kommen wird. Zuerst war diese Nachricht ein Schock. Nach der Diagnose wurden sie zu Doktor Scheier überwiesen, einem Spezialisten für embryonale Entwicklung. „Zuerst war nicht klar, ob Kilian nur körperlich oder auch geistig beeinträchtigt zur Welt kommen wird“, erzählt Cornelia. Doch nach einigen Untersuchungen stand fest, dass sich seine Gehirnfunktionen optimal entwickelten und es zu keiner geistigen Beeinträchtigung kommen würde.

Standhaft trotz Handicap

Das noch junge Paar Cornelia Diem und Christian Hechenberger entschied sich für das Leben ihres kleinen Jungen und gegen die Angst. Am 22. Mai 2006 wurde Kilian in Innsbruck mit einem offenen Rücken geboren. Die medizinische Bezeichnung dafür ist Meningomyelocele (MMC). Das ist eine Ausprägung der Spina bifida und bedeutet, dass sich Kilians Wirbelsäule bis zur Geburt nicht vollständig geschlossen hat und dem operativ nachgeholfen werden musste. Deshalb sind seine Beine von den Knien abwärts gelähmt. Laufen gelernt hat Kilian mit Hilfe eines Rollators. Mit fünf Jahren konnte er ohne die Gehhilfe laufen. „Am meisten geholfen hat ihm dabei die Reittherapie“, meint Mama Cornelia. „Durch die Bewegungen der Pferde lernen die Kinder das Gefühl des Laufens kennen und trainieren außerdem ihren Gleichgewichtssinn. Zu den Tieren gewinnen die Kinder außerdem schnell Vertrauen und Zuneigung, was den Lernprozess fördert.“

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Sporteln fürs Leben gerne

Kilian ist nun seit eineinhalb Jahren beim Verein „Ski for Life“ dabei. Ein Skiverein für Menschen mit Behinderung. Am 10. Februar findet ein Wettbewerb statt, auf den der junge Sportler schon eifrig hintrainiert. Die ganze Familie geht zusammen mit Kilian auf die Piste. Denn für alle Familienmitglieder war klar, dass sie eine Sportart finden wollten, die sie auch zusammen ausüben können. Killian fährt dabei auf einem sogenannten „Monoski“, also einem breiteren Ski, bei dem es nur eine Bindung gibt. Im Gegensatz zum Snowboard fährt der Sportler beim Monoski allerdings gerade aus und nicht seitwärts. Papa Christian hilft dem Elfjährigen bisher noch beim Skifahren. Sobald Kilian jedoch sein Gleichgewicht halten kann, wird er auch ohne fremde Hilfe den Berg runtersausen. Außerdem geht er seit einem Jahr jeden Freitag zum Rollstuhltennis des Rollstuhlclubs Enjo Vorarlberg. Bei dieser Sportart ist Schnelligkeit gefragt, deshalb trainiert er jede Woche zusammen mit seinem Freund Max, einem begnadeten Rollstuhltennisspieler, durch den Kilian auch auf den Sportverein aufmerksam wurde.

Zukunftsträume

Nach der Mittelschule möchte Kilian, wie er selbst sagt „etwas Technisches“ lernen. Er träumt davon, eines Tages wie sein Papa, in einem Unternehemen zu arbeiten, in dem er technische Getäte entwickeln kann. (WANN & WO)

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