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Vorarlberg: Schwierige Zeiten für Exportwirtschaft

Die Coronakrise könnte der Vorarlberger Exportwirtschaft einen massiven Dämpfer verpassen.
Die Coronakrise könnte der Vorarlberger Exportwirtschaft einen massiven Dämpfer verpassen. ©VOL.AT/Mayer, Steurer
Für das Jahr 2019 konnte die Vorarlberger Exportwirtschaft noch ein Plus ausweisen.
Exportrekord mit Wehrmutsropfen

Gegenüber 2018 konnte die Vorarlberger Exportwirtschaft im vergangenen Jahr die Zahlen um 2,6 Prozent auf 10,76 Milliarden Euro steigern. Für 2020 werden aufgrund der Coronakrise harte Zeiten prognostiziert. "Vor der Krise befanden wir uns auf einem sehr hohen Niveau. Unser Außenhandel wird aber zeitverzögert mit massiven Einbrüchen zu kämpfen haben", so Landeshauptmann Markus Wallner und WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

Für das erste Halbjahr 2019 war bereits ein Export-Rekord gemeldet worden, allerdings mit dem Wehrmutstropfen, dass das Exportvolumen mit Deutschland zurückgegangen war.

Sorge um Export-Einbruch

Mit der Steigerung betrug 2019 der Wert der Vorarlberger Exporte bereits das dritte Jahr in Folge über 10 Milliarden Euro. Mit 10,76 Milliarden Euro wurde einmal mehr die Bestmarke geknackt. "Das Jahr 2019 hat einmal mehr gezeigt, wie leistungsstark sich unsere Unternehmen auf dem internationalen Bankett bewegen. Diese Basis auf hohem Niveau ist auch notwendig, um den diesjährigen Einbruch durch die Corona-Pandemie abzufedern", so Metzler in einer Aussendung. Die österreichweiten Zahlen des 1. Quartals 2020 (Jänner bis April) zeigt bereits einen Einbruch von über neun Prozent.

"Jeder zweite Arbeitsplatz hängt vom Export ab"

"Für das Land Vorarlberg mit seinen 4.700 exportierenden Unternehmen ist ein erfolgreicher Außenhandel von entscheidender Bedeutung, denn jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab", so der Landeshauptmann. Die Grenzschließungen hätten gezeigt, wie wichtig die offenen Grenzen rund um den Bodensee für den Wirtschaftsraum seien. Metzler dabei, dass die Grenzschließungen hätten koordinierter erfolgen müssen - nationale Alleingänge seien nicht zielführend gewesen. "Zudem ist uns der Wert des Binnenmarktes bewusst vor Augen geführt worden. Das gilt besonders für Vorarlberg, das 61 Prozent seiner Exportgeschäfte mit Mitgliedsstaaten der EU abschließt." Ein Blick auf die wichtigsten Exportmärkte würde auch zeigen, dass es nicht egal sein könne, wie es diesen Ländern geht. "Jetzt ist Solidarität gefragt - es braucht mehr und nicht weniger Europa."

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(VOL.AT)

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