Vorarlberg: ÖBB investiert 12 Millionen Euro in Bludenz

In einem Zug - alles unter einem Dach
In einem Zug - alles unter einem Dach ©ÖBB
Die ÖBB errichten in Bludenz für 12 Millionen Euro eine größere und moderne Halle zur Instandhaltung der neuen Nahverkehrszüge in Vorarlberg.

Der ÖBB-Technische-Servies-Standort Bludenz ist ein zentraler Eckpfeiler für die Instandhaltung von Nahverkehrszügen – künftig auch für die neuen TALENT3-Nahverkehrsgarnituren in Vorarlberg. Nun wird mit einem Investitionsvolumen von rund 12 Millionen Euro die Werkstätte am Bahnhof Bludenz in den kommenden Jahren zu einer modernen Instandhaltungsdrehscheibe für Vorarlberg ausgebaut. Den Spatenstich nahmen am Montag Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Mobilitätslandesrat Johannes Rauch, Bürgermeister Josef Katzenmayer sowie TS-Geschäftsführer Andreas Zwerger vor.

In einem Zug – alles unter einem Dach

Als Herzstück der neuen Werkstätte wird am Ende eine mehr als 100 Meter lange Servicehalle stehen, die auf die Wartung der neuen TALENT3-Nahverkehrszüge ausgelegt ist. Diese Züge, die ab Mitte kommenden Jahres im Vorarlberger Nahverkehr im Einsatz sein werden, können in der neuen Halle dann im Ganzen gewartet werden.

Die ÖBB beschaffen bekanntlich in Kooperation mit dem Land Vorarlberg 21 Stück des Cityjet TALENT3 für den Nah- und Regionalverkehr. Dieser ist mit knapp 105 Metern deutlich länger als der Talent 1 und bietet entsprechend mehr Sitzplätze.

Standort Bludenz wird aufgewertet

Künftig werden alle Arbeitsschritte von der technischen Wartung über die WC-Entsorgung bis zur Innenreinigung „in einem Zug“ abgewickelt werden können. Die Arbeit in den TS-Hallen – die Instandhaltung des rollenden Materials – wird in natürlichen Stillagen erledigt, wenn die Züge nicht gebraucht werden, also außerhalb der Verkehrsspitzen und an Wochenenden. Nahe der neuen Halle für ÖBB Technische Services wird auch die neue Lehrwerkstätte in Bludenz errichtet.

„Wichtige Investition“ und „neue Maßstäbe“

Landesstatthalter Rüdisser: Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein weiteres Ausrufezeichen in Sachen öffentlicher Personenverkehr. Besonders wichtig ist der heutige Tag für die neue Generation jener Züge, die ab 2019 in Vorarlberg im Nahverkehr im Einsatz sein und Pendlerinnen und Pendlern einen besonderen Reisekomfort bieten werden. Mich freut aber auch, dass diese moderne Servicehalle einerseits bestehende Arbeitsplätze sichert und künftig auch der Ausbildung junger Fachkräfte dienen wird.

Landesrat Rauch: Die von ÖBB und Land Vorarlberg bestellten neuen Garnituren, die ab Mitte 2019 im Einsatz sein werden, bieten im Sommer Stellflächen für Räder, im Winter Raum für Ski und Boards. Mehr Platz im Zug beschleunigt nicht nur den Fahrgastwechsel, er kommt auch mobilitätseingeschränkten Personen zu Gute und ist die Basis für ein gutes Miteinander von PendlerInnen und FreizeitnutzerInnen auf Schiene. Dass diese Vielfachnutzung nun direkt in Bludenz durch Umbau ermöglicht und in regelmäßigen Checks qualitätsgeprüft werden kann, ist erfreulich. Und ganz besonders freu‘ ich mich auf die neue Vorarlberger Bahnqualität in Service und Optik.

Bürgermeister Mandi Katzenmayer: Wir freuen uns über diese wichtige Investition in den umweltfreundlichen Nahverkehr. Diese neue Halle in Bludenz stellt einen enormen Mehrwert für den öffentlichen Verkehr in unserem Land dar.

Geschäftsführer Andreas Zwerger und Mathias Moser: Mit der neuen Werkstätte setzen wir neue Maßstäbe für die Wartung von Nahverkehrszügen. Wir investieren hier rund 12 Millionen Euro und bauen den Standort Bludenz zu einer unverzichtbaren Instandhaltungsdrehscheibe für den Westen Österreichs aus, wo wir an sieben Tagen die Woche für unsere Kunden im Einsatz stehen. Eine optimale Wartung ist nicht nur Garant dafür, dass die Züge störungsfrei und sicher unterwegs sind, wir stellen damit auch sicher, dass unsere Fahrgäste sicher, pünktlich und bequem an ihrem Ziel ankommen.

Zahlen-Daten-Fakten, das Projekt im Überblick

  • Neue Servicehalle, 100 Meter lang, ca. 4.500 m2 mit zwei Gleisen für die Wartung von Nahverkehrszügen
  • Technische Ausstattung u.a. mit
    o Durchgehende Dacharbeitsbühnen mit wegschwernkbaren Fahrleitungen zum sicheren Erreichen der Dachkomponenten
    o Hallenkrananlagen über die ganze Länge und Breite
    o Drehgestellabsenkanlagen
  • Baustart im November 2018, Fertigstellung im Frühjahr 2020
  • Investitionsvolumen: Ca. 12 Mio. Euro.
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