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vorarlberg museum zeigt Retrospektive des Fotografen Nikolaus Walter

Cox's Cove, Neufundland, 1971
Cox's Cove, Neufundland, 1971 ©Nikolaus Walter
Vorarlbergs wohl bedeutendstem Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts widmet das vorarlberg museum von 17. Jänner bis 3. Mai seine erste Sonderausstellung im neuen Jahr.
Humanist mit der Kamera

Nikolaus Walter, geboren 1945, wurde vor allem durch seine dokumentarischen Langzeitstudien bekannt. Sein Werk zeichnet der liebevolle Blick auf die Menschen aus, auch auf jene am Rande der Gesellschaft.

“Steiles Erbe”

Gezeigt wird die Retrospektive “Nikolaus Walter. Begegnungen” anlässlich des 70. Geburtstags Walters an zwei Standorten, dem vorarlberg museum und der Vorarlberger Landesbibliothek, die 2012 das fotografische Werk des Künstlers angekauft hat. Während im vorarlberg museum fotografische Serien aus allen Werkphasen des Künstlers zu sehen sind, beschränkt sich die Vorarlberger Landesbibliothek auf die ausdrucksstarke über 35 Jahre dauernde Langzeitbeobachtung des Großen Walsertales mit dem Titel “Steiles Erbe”.

Gespür für Geschichten

Die fotografische Arbeitsweise von Nikolaus Walter lässt sich neben der Kunst ohneweiteres den Sozialwissenschaften zuordnen. Mit einem großen Gespür für die Geschichten von Menschen und Orten setzt er sich seit Beginn seines Schaffens mit gesellschaftlichen Phänomenen auseinander. Dabei wird sein Interesse vor allem von dem geweckt, was nicht so ganz reibungslos funktioniert, was Absonderlichkeiten oder gar Absurdes hervorbringt.

Liebe für Menschen ungeachtet ihrer Herkunft

Seine Fotografien sind puristisch, in schwarz-weiß gehalten, die Kompositionen in ihrer Formensprache reduziert. Und doch zeugen sie von einer inneren Verbundenheit und Beteiligtheit des Künstlers mit dem Abgebildeten. Vor allem in den Porträts ist die Liebe Walters für die Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihres gesellschaftliches Status oder ihrer Lebensweise spürbar. Dieser Blick des gebürtigen Rankweilers zeigt sich in der Ausstellung etwa in der Fotoserie “Der Reißnagelweg”, die Eindrücke von Pflegenden und Gepflegten festhält, oder in einer Bildergeschichte über den “Toronto Cowboy”, einen verarmten englischen Einwanderer in Kanada.

Wohlmeinende Ironie

Eigen ist Walters Werk trotz der Strenge des Konzepts eine wohlmeinende Ironie und ein Sinn für das Surreal-Skurrile. Diese wird etwa sichtbar, wenn der Künstler in einer Fotoserie zwei ältere Damen in einem Berliner Museum begleitet, die in einem modernen Bild mit dem Titel “Die Meistersinger” vergeblich die Musiker zu erkennen suchen. “Das Großartige Nikolaus Walters wird bereits in seinen Anfängen sichtbar”, betonte die Kuratorin Petra Zudrell bei einer ersten Führung durch die Schau. Bereits in jungen Jahren sei er auch in renommierten Fotografie-Publikationen vertreten gewesen. Beispiele dieser Veröffentlichungen sowie eine Auswahl an Erstausgaben von Fotobüchern sowie ein filmischen Kurzporträt des Künstlers sind in der Schau ebenfalls zu sehen.

(APA)

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