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Vorarlberg: Mäser Group schafft Turnaround früher als erwartet

Die Mäser Group hat 2017 den Turnaround früher als erwartet geschafft.
Die Mäser Group hat 2017 den Turnaround früher als erwartet geschafft. ©WPA/Bitschnau
Dornbirn - Nach Umstrukturierungen wurde schon 2017 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt - Umschichtungen im Lebensmittelhandel in DACH-Region erfordern neue Absatzkanäle - zukünftig kompletter Fokus auf Marke 'Mäser' - 2,5 Millionen Euro an Investitionen bis 2022.

Der Tischkultur- und Küchenbedarfs-Großhändler Mäser Group hat sich im Vorjahr wie berichtet eine grundlegende Neuaufstellung und Reorganisation verordnet, um die mitunter massiven Schwankungen auf der Ertragsseite zu bekämpfen. Jetzt kann das Unternehmen die Früchte dieser Bemühungen deutlich früher ernten als ursprünglich geplant. Ging die Geschäftsleitung im Herbst 2017 noch davon aus, dass die beiden Geschäftsjahre 2017 und 2018 negativ ausfallen werden, so zeigt sich jetzt, dass der wirtschaftliche Turnaround schon im Vorjahr zustande gebracht werden konnte. “Wir haben 2017 ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Wenn man das mit dem Verlust im Jahr 2016 vergleicht, dann bedeutet dies eine Ergebnisverbesserung um rund 1,3 Millionen Euro”, so die Geschäftsführer Hanno und Otto Mäser im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. Gleichzeitig blieb der Umsatz mit etwa 40 Millionen Euro mehr oder weniger konstant. Die neue Strategie habe also gegriffen.

Kundenstruktur bereinigt und Lagerbestand verringert

Begründet wird die Entwicklung mit mehreren Faktoren, unter anderem mit der umfassenden Sortimentsbereinigung, die einen geringeren Lagerbestand und damit weniger gebundenes Kapital mit sich brachte. Dazu komme eine deutliche Verjüngung des angebotenen Sortiments und ein striktes Kostenmanagement auf allen Ebenen. Bestimmte Geschäftsabschlüsse, die in der Vergangenheit hauptsächlich zu Aufwand und Kosten, allerdings zu keinen oder nur sehr geringen Erträgen geführt hatten, seien konsequent nicht mehr getätigt worden. “Wir haben die Kundenstruktur bereinigt”, so Otto und Hanno Mäser. Zudem wurden in geringerem Ausmaß auch natürliche Abgänge auf der Personalseite nicht mehr nachbesetzt. Aktuell beschäftigt Mäser in Dornbirn 110 Mitarbeiter, an allen anderen Standorten kommen noch einmal rund 50 Mitarbeiter dazu.

Untergliedert nach Absatzmärkten und -kanälen hätten sich 2017 die Bereiche Mäser Gläser, Cash & Carry sowie die Märkte Asien und Schweiz gut entwickelt. Der seit 2005 in Hongkong betriebene Standort entwickle sich “sehr gut”, hier sei Mäser an einem internationalen Handelsplatz präsent. In Österreich und Deutschland würden die Märkte unterdessen stagnieren. Der Exportanteil liegt nach wie vor bei etwa 60 Prozent. Den Löwenanteil des Umsatzes erzielt Mäser mit Porzellan-, Keramik- und Glasprodukten sowie mit Töpfen und Pfannen. Rund 15 Prozent entfallen auf Glas-Veredelungen für die Getränkeindustrie.

Märkte verändern sich rasant

Im laufenden Geschäftsjahr 2018 sieht sich Mäser unterdessen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. “Gerade der Lebensmitteleinzelhandel in der DACH-Region schichtet bei den Verkaufsflächen massiv um. Diese Probleme betreffen auch unsere Mitbewerber.” Auch der im Vorjahr noch gut laufende C&C-Bereich habe sich heuer in der DACH-Region zum Problemkind entwickelt. Für Mäser bedeute dies, dass man sich jetzt verstärkt auch auf andere Handelsbereiche konzentrieren werde, wie etwa den Möbelhandel. “Wir wollen uns breiter aufstellen, um die Abhängigkeit von einzelnen Bereichen zu verringern.” Bei einer konstanten Umsatzentwicklung erwarte das Unternehmen für 2018 ein leicht positives Ergebnis.

Fokus auf eine Marke ‘Mäser’

Gleichzeitig werde die Mäser Group die für Außenstehende mitunter etwas unübersichtlich erscheinende Markenstruktur der Firmengruppe wesentlich vereinfachen. “Seit heuer haben wir damit begonnen, alles auf die Marke ‘Mäser’ mit erklärenden Zusätzen zu konzentrieren. Dieser schrittweise Prozess der Markenbereinigung soll dann 2019 mehr oder weniger abgeschlossen sein.

Investitionen für die Digitalisierung

Gleichzeitig verstärke die Mäser Group ihre Aktivitäten im Bereich Digitalisierung und moderne Kommunikationskanäle. “Wir möchten damit unter anderem die Markenbekanntheit bei den Endkunden steigern, auch wenn unsere direkten Kunden und Abnehmer andere Unternehmen sind.” So arbeite man seit 2018 mit der Vorarlberger Internetagentur TOWA zusammen, um etwa Kanäle wie Blogs und Facebook sowie andere soziale Medien professioneller bespielen zu können. Seit Anfang 2018 gebe es bei Mäser erstmals einen CDO, einen Chief Digital Officer. Die noch junge Abteilung soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden.

Investitionsprogramm bis 2022

Um diese geplanten Schritte umsetzen zu können, habe sich die Mäser Group ein Investitionsprogramm bis zum Jahr 2022 in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro verschrieben. Das Geld fließe dabei in die Digitalisierung, den Marktaufbau Möbelhandel Deutschland sowie in die Modernisierung der Produktionsanlagen von Mäser Gläser. Hier wird unter anderem ein neuer Temperofen angeschafft.

Produktion zu Partnerfirmen ausgelagert

Die Mäser Group ist per Definition ein Großhändler, da das Unternehmen keine privaten Endkunden beliefert. Allerdings hat Mäser einen Eigenmarkenanteil von rund 50 Prozent. Diese Artikel werden von Mäser in Dornbirn entwickelt sowie gestaltet und bei Partnerunternehmen vor allem in Asien hergestellt. Dabei überwacht Mäser vor Ort auch die Qualität der Produkte. Zudem entwickelt Mäser auch Eigenmarken von Kunden und lässt diese Artikel in deren Auftrag produzieren. Das Familienunternehmen hat Standorte in Dornbirn, Wien, Liberec (Tschechien) und Hongkong.

(Quelle: Wirtschaftspresseagentur.com)

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