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Vorarlberg bemüht sich weiter um neue Lehrkräfte

Vier Lehrerstellen an Pflichtschulen kurz vor Schulbeginn noch unbesetzt.
Vier Lehrerstellen an Pflichtschulen kurz vor Schulbeginn noch unbesetzt. ©Canva/Themenbild
Vorarlberg geht wieder mit Lehrermangel ins neue Schuljahr. An den Pflichtschulen fehlen aber weniger Lehrkräfte als im Vorjahr: Vier Stellen sind noch unbesetzt (2022: acht), davon zwei für klassenführende Lehrer an Volksschulen.

An den höheren Schulen fehlen acht Lehrer (2022: sechs). Die Pflichtgegenstände werden laut Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) abgedeckt, Zusatzangebote können aber wegfallen. Das Bemühen um weitere Lehrkräfte geht während des Schuljahrs weiter.

114 Quereinsteiger, zwölf Pensionisten

Für das beginnende Schuljahr habe man im Pflichtschulbereich 242 Neulehrer und Wiedereinsteiger gewinnen können (2022: 373). Bei 14 der neuen Lehrpersonen handelt es sich um Personen aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Weiters wurden 114 Quereinsteiger und zwölf Pensionisten angestellt. Insgesamt unterrichten an den Landesschulen (Pflicht- und Berufsschulen) heuer 4.833 Lehrpersonen.

"Größte Herausforderung im Bildungsbereich"

Schöbi-Fink bezeichnete die Personalsituation als die größte Herausforderung im Bildungsbereich, war aber auch der Ansicht, dass die Maßnahmen zum Rekrutieren neuer Lehrer wirkten: "Sonst sähe es ganz anders aus." Vergangenes Jahr wurde in der Bildungsdirektion Vorarlberg eigens eine Recruiting-Stelle eingerichtet, die anderen Bundesländer seien hier inzwischen dem Vorarlberger Vorbild gefolgt.

Suche auch in Osteuropa

Die Bemühungen um neue Lehrkräfte gehen das ganze Schuljahr über weiter, unter anderem mit Werbung für den Lehrerberuf auch durch Besuche an Schulen und Schulpraktika für Oberstufenschüler und dem aktiven Zugehen auf pensionierte Lehrkräfte und in Teilzeit arbeitende Lehrer ohne Betreuungspflichten. Der neue Bildungsdirektor Heiko Richter sah die Talsohle noch nicht erreicht, man steuere mit aller Kraft entgegen. Unter anderem schaue man sich auch an deutschsprachigen Schulen in Osteuropa nach wechselwilligen Lehrern um.

Mehr Schüler durch Zuzug

In Vorarlberg starten nächste Woche 55.337 Kinder und Jugendliche ins neue Schuljahr, darunter 5.492 Erstklässler. Deren Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (2022: 5.370). Die Gesamtzahl der Schüler ist aber gestiegen, was Schöbi-Fink auf den Zuzug und geflüchtete Kinder und Jugendliche zurückführte.

(APA)

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