Von Öko-Spülmittel, Gemüsesäcken und ganz viel Engagement

Viel Engagement kommt von der Salamander Umweltgruppe
Viel Engagement kommt von der Salamander Umweltgruppe ©Daniela Lais
Die Kinder Umweltgruppe Salamander aus Hard setzt Zeichen.
Umweltgruppe Salamander Hard

Hard. Natron, Bio-Flüssigseife und ätherisches Öl, gekocht, in eine Glasflasche gefüllt, Korken drauf und ein buntes Etikett, handbemalt. So steht das Bio-Spülmittel der Harder Salamander Umweltgruppe im Cafesito in Bregenz, der Harder Bücherei und der Neuen Schule am See zum Verkauf. 20 Kinder, die die zweite bis sechste Klasse der Neuen Schule am See in Hard besuchen, wollen etwas bewegen, ein Zeichen für die Umwelt setzen und sich engagieren. Entstanden ist die Gruppe aus einem Workshop der Kinderbeteiligung Hard. „Wir haben die Kinder gefragt, was interessiert euch, was wollt ihr machen, die Antwort war Umwelt, Tiere und Naturschutz“, erklärt Heidi Krischke-Blum vom Harder Sozialsprengel.

Alles selbst gemacht

Einmal pro Monat trifft sich die Gruppe, die bereits im vierten Jahr existiert. Dann kommt es zum Brainstorming, die Kinder sprudeln über vor Ideen. In der Vergangenheit wurden Insektenhotels gebaut, ein Harder Bienenprojekt in kindgerechter Sprache erklärt, Samenbomben ausgeworfen und eben Spülmittel gekocht. Für das Bienenprojekt etwa, gab es bereits den Kinderrechtepreis des Landes, mit den Einnahmen aus den Produktverkäufen wird in einen Beerennaschgarten und weitere Umweltprojekte investiert. „Wir versuchen möglichst alles selbst zu machen, aus Rohstoffen, die keine Kosten verursachen und den Gewinn dann in die Umwelt zu investieren“, erklärt Krischke-Blum. Aktuell ist das Spülmittel großes Thema, aber auch der plastikfreie Alltag. Eine Oma näht gerade an Gemüsesäcken aus vier Ballen Vorhangstoffen, die der Umweltgruppe zur Verfügung gestellt wurden, gebastelt wird an Geldtaschen aus Tetrapackungen und ein Fahrradputzprojekt steht an.

Spülmittel auf Erfolgskurs

Für die Kinder eine große Aufregung, so wurden sie für Anfang Juni auf das Bludenzer Festival „use what you have“ eingeladen, um ihr Spülmittel zu präsentieren und den Besuchern zu zeigen, wie es produziert wird. Eine Woche später dann die Harder Markt- und Umweltwoche um die Produkte unter das Volk zu bringen und Fahrräder mit dem Spülmittel zu putzen. „Es macht total Spaß das Abwaschmittel zu machen, weil wir da auch für die Umwelt was Gutes tun“, erklärt Sarah Klocker aus Hard, die die Zeit in der Umweltgruppe genießt, weil sie dort mit ihrer Freundin Annika was bewegen kann. Und ein bisschen was fällt auch für Sarah ab, denn mit dem Pflanzen der Brom-, Him-, und Johannisbeeren aus dem so finanzierten Beerennaschgarte, gibt’s auch eine kleine Belohnung, „in der Pause können wir dann immer Beeren naschen, das ist voll super“, schmunzelt die Harderin.

Weitere Infos gibt es beim Sozialsprengel Hard, T 05574 74544

Bericht: Daniela Lais

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