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Von „Malweibern“ zu Künstlerinnen

Rafaela Berger und Alwin Rohner mit den Künstlerinnen Christine Lederer und Gerti Hopp.
Rafaela Berger und Alwin Rohner mit den Künstlerinnen Christine Lederer und Gerti Hopp. ©Walter Moosbrugger
Im Rohnerhaus wurde die neue Ausstellung „selbst. bestimmt“ feierlich eröffnet.
Rohnerhaus

Werke von rund 50 Künstlerinnen aus Vorarlberg vom 18. Jahrhundert bis heute sind ab jetzt in Lauterach zu sehen. Für Kuratorin Marion Mathà ist dies eine Herzensangelegenheit, zumal es Frauen bis ins letzte Jahrhundert kaum möglich war, ihr Potential künstlerisch ungehindert ausüben zu können: „Als Künstlerin begab sich eine Frau in der bürgerlichen Gesellschaft automatisch in ein Spannungsverhältnis zur etablierten Rolle als Frau und Mutter.“ Den oft, wie beispielsweise auch während der unsäglichen Nationalsozialismus-Ära, als „Malweiber“ verunglimpften Frauen soll jenes Gewicht verliehen werden, das ihnen zustehe.

Vielseitige Kunstwerke

Ähnlich argumentierten auch Hausherr Alwin Rohner und die Lauteracher Kulturamtsleiterin Rafaela Berger, welche die auch durch Leihgaben von Galerien und des Vorarlberg Museum ergänzte neue Ausstellung für eröffnet erklärte. Von der sehr vielseitigen Ausstellung mit je nach der Zeit und Lebensumständen unterschiedlichen Zugängen zur Kunst zeigten sich die Vernissagegäste, darunter Kathrin Dünser (Vorarlberg Museum), GR Paul Schwerzler, Galeristin Lisi Hämmerle, Dr. Manfred Rützler und zahlreiche Künstlerinnen überaus angetan. Die Werke reichen von sakralen Motiven über filigrane Grafiken bis hin zu abstrakten Malereien, kurzum einen Querschnitt durch drei Jahrhunderte weiblicher Kunst ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Alwin Rohner zeigte sich sichtlich stolz über das Interesse und formulierte treffend: „Stellen wir dem Mut der Künstlerinnen unsere Bereitschaft gegenüber und versuchen wir, zu verstehen, was ihren Werken innewohnt!“ Die Sommerausstellung im Rohnerhaus ist bis Anfang Oktober zu sehen.

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