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Von jung bis alt

Lange Nacht der Museen 2010
Lange Nacht der Museen 2010 ©Doris Burtscher
Lange Nacht der Museen 2010

Das Klostertal Museum war am vergangenen Samstag für Museumsbesucher bis in die Nacht geöffnet.

Eröffnet wurde die diesjährige Nacht der Museen am frühen Abend mit “Singen – Bitte” von und mit Ulrich Gabriel (Gaul). Viele begeisterte Kinder und deren Eltern versammelten sich im Klostertalmuseum. Gaul führte sie in sieben musikalische Länder und ob groß oder klein – alle sangen und klatschten. Von zwei bis über 70 Jahre – das machte kein Unterschied, Gaul wusste alle mitzureißen. Am Abend erzählten die Zeitzeugen Maria Soraperra (Jahrgang 1922 aus Braz), Frieda Milanovic (Jahrgang 1927 aus Dalaas) und Cilly Lueghofer (Jahrgang 1925 aus Dalaas) aus ihrer Kind- und Jugendzeit. Die Unterschiede zwischen früher und heute zeigten sich besonders auch in den Mahlzeiten. Während heute Frühstücksbuffet angeboten wird, war man früher mit Brot, Marmelade oder Honig und Butter zufrieden. Cilly Lueghofer wuchs als Kind einer Gastwirtsfamilie mehr oder weniger in Gasthäusern auf. Ihr fehlte es nie an Essen. Der damalige Unterschied bestand zwischen Werktagen und Sonntag. “Am Sonntag war nicht einmal das Stricken gerne gesehen, da durfte man nur sticken”, erzählte Maria Soraperra.
Alles verwertet
Alle drei waren der Meinung, dass es Familien mit eigener Landwirtschaft etwas leichter hatten. Obwohl viel Arbeit dahintersteckte, zu essen gab es genug. “Von einem Schwein wurde alles verwertet. Höchstens die Borsten warf man weg”, erklärte Frieda Milanovic. Zu Weinachten gab es überall das beste Essen. Damals war der “Bierazelta” noch etwas ganz Besonderes, da es ihn nur zur Weihnachtszeit gab und mit einer besonderen Zeremonie angeschnitten wurde. Was für alle etwas besonders Schönes war, bei der Arbeit wurde gesungen. Und so passte es sehr gut, dass zwischen den Zeitzeugengesprächen wiederum Ulrich Gabriel für musikalische Unterhaltung sorgte. Ob Zeitzeugen, die Interviewer Markus und Christof Thöny vom Museumsverein oder Besucher – alle sangen die alten, aber allen bekannten Lieder lautstark mit. Und auch nach den Zeitzeugengesprächen in der alten Stube des Klostertal Museums wurde noch bis in die Nacht hinein im Stall über alte Zeiten gesprochen. Für das leibliche Wohl sorgten die Klostertaler Bäuerinnen mit ihrem schmackhaften Buffet.

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